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Das Projekt
”Erinnern für die Zukunft“
Die Liste der Opfer
PDF-Dokument, 146 KB
Sonntag, 21. November und Donnerstag, 25. November 2010
Rundgänge "Erinnern für die Zukunft"
Die Verlegungen von Erinnerungsobjekten für die Mariahilfer Opfer des nationalsozialistischen Terrors im Rahmen von "erinnern für die zukunft" sind nun abgeschlossen.
Aus diesem Anlass (und der terminlichen Nähe der Erinnerung an das Novemberpogrom) lädt die ehemalige Projektkoordinatorin Ulli Fuchs zu zwei Rundgängen ein:
Sonntag, 21. November 2010, 15 uhr und
Donnerstag, 25. November 2010, 17 uhr
Treffpunkt jeweils Linke Wienzeile, Höhe U4-Hst. Kettenbrückengasse.
In dem etwa zweistündigen Rundgang wird das Projekt vorgestellt bzw. Rückschau gehalten. Weiters werden einige Biografien exemplarisch erläutert und auch der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Mariahilf vorgestellt. Der Rundgang soll auch dazu dienen, sich über antifaschistische Erinnerungspolitik in Wien auszutauschen und "Erinnern für die Zukunft" wörtlich auch weiterhin als Auftrag zu verstehen.
Anmeldung unbedingt erforderlich (begrenzte TeilnehmerInnenzahl):
Ulli Fuchs 0650 510 92 78
fuchs@kinoki.at
Kilian Franer, Ulli Fuchs (Hg): Erinnern für die Zukunft. Ein Projekt zum Gedächtnis an die Mariahilfer Opfer des NS-Terrors.
Echomedia, Wien 2009
Mit herzlichem Dank an die Bezirksvorstehung Mariahilf. |
Mittwoch, 15. September 2010
Neue Gedenkstätte für die Synagoge Schmalzhofgasse
Am 15. September 2010 wurde die neue Gedenkstätte für die ehemalige Synagoge Schmalzhofgasse / Loquaiplatz mit einer kleinen religiösen Zeremonie mit Gemeinderabbiner Hofmeister und dem Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Mag. Raimund Fastenbauer, eingeweiht. Dabei wiesen Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann und der Initiator des Projekts "Erinnern für die Zukunft", der Vorsitzende der Kulturkommission Mariahilfs, Dr. Kilian Franer auf die Wichtigkeit des würdevollen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus hin. Und auf die Verantwortung die auch die "Spätgeborenen" dafür tragen.
Es wurden zwei neue Gedenktafeln angebracht, deren Text seitens der Israelitischen Kultusgemeinde verfasst worden ist. Sie befinden sich nun einerseits an der Vorderseite des nunmehrigen Pensionistenwohnheims Loquaiplatz - das dort steht wo sich ehedem die Synagoge befand - oberhalb des Hautpeingangs und andererseits im Foyer des Pensionistenwohnheims. Die Tafel im Inneren weist auch auf die Website hin auf der man eine virtuelle Rekonstruktion der Synagoge betrachten kann. Sie wurde von DI Andreas Jonas erstellt. Direkt neben dieser Tafel befindet sich ein öffentlicher Internet-Terminal mit kostenlosem Internetzugang.
Die Gedenktafeln der alten Gedenkstätte aus 1993 - deren Textierung und Anbringungsart zu Kritik führte - werden entfernt und dem Bezirksmuseum Mariahilf zur Aufbewahrung übergeben. |
Mittwoch, 18. November 2009
Das Buch "Erinnern für die Zukunft" wird
am Mittwoch 18. Nov. 2009 um 19 Uhr in der Buchhandlung "Thalia", 6., Mariahilfer Str. 99,
der Öffentlichkeit vorgestellt.
Dazu sprechen LAbg. Siegi Lindenmayr, Vorsitzender des SPÖ-Gemeinderatsklubs
Samy Molcho, Pantomime
Kilian Franer, Herausgeber des Buches und Initiator des Projekts
Ulli Fuchs, Herausgeberin und Projektkoordinatorin
Christiane Rothländer, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte, Universität Wien
Petra Unger, Kuturvermittelerin,
Die Präsentation wird musikalisch begleitet von Elisabeth Zoumboulakis-Rottenberg und Elisabeth Felber (Flöte)
Kilian Franer, Ulli Fuchs (Hg.):
Erinnern für die Zukunft. Ein Projekt zum Gedächtnis an die Mariahilfer Opfer des NS-Terrors.
Wien, echomedia, 2009.
ISBN: 978-3-902672-18-6
Mehr als 800 Menschen aus Wien-Mariahilf kamen als Verfolgte der NS-Diktatur gewaltsam ums Leben.
Sie dem Vergessen zu entreißen war das Ziel von "Erinnern für die Zukunft". 2008 - also 70 Jahre nach dem Anschluss und der Pogromnacht 1938 - wurde im Bezirk für jedes einzelne Todesopfer eine eigene namentliche Gedenktafel angebracht.
Dieses Buch dokumentiert Entstehung und Ablauf des Projekts, von den Recherchen über exemplarische Schicksale bis zu kulturellen Veranstaltungen. |
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Das »Adolf-Hitler-Haus«
Hirschengasse 25, Wien-Mariahilf
Die Parteizentrale der Wiener NSDAP 1931 1933
Eröffnung der Werkstattschau
Bezirksmuseum Mariahilf, 1060, Mollardg.8
21. Oktober 2009, 18.00 Uhr
Das »Adolf-Hitler-Haus«, Hirschengasse 25, Wien-Mariahilf. Die Parteizentrale der Wiener NSDAP 1931 1933
Die Geschichte des »Adolf-Hitler-Hauses« in der Hirschengasse 25 als Machtzentrale der Wiener NSDAP war bislang in der Öffentlichkeit
wenig bekannt. Im Zuge des gleichnamigen Forschungsprojekts wird diese sowie die Radikalisierung der NSDAP 19311933 untersucht. Die Ausstellung
im Bezirksmuseum Mariahilf zeigt erste Ergebnisse des Projekts.
Eröffnung der Werkstattschau
Begrüßung, Moderation
Ilse Reiter-Zatloukal, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte,
Universität Wien
Erich Dimitz, Bezirksmuseum Mariahilf
Zum Projekt
Christiane Rothländer, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte,
Universität Wien
Zur Ausstellung
Birgit Johler, Verein Geschichte | Recht | Öffentlichkeit
Siegfried Mattl, Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft/Cluster Geschichte, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Eröffnung der Ausstellung
Kilian Franer, Bezirksrat, Erinnern für die Zukunft
Forschungsteam
Christiane Rothländer, Marie-Noëlle Yazdanpanah,
Ilse Reiter-Zatloukal (Projektleitung)
Projektförderung
Zukunftsfonds der Republik Österreich
Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien
Kuratorin der Ausstellung
Birgit Johler in Zusammenarbeit mit Siegfried Mattl
Ausstellungsgestaltung
Alexander Kubik
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten
22. Oktober 20. Dezember 2009
Do 10 12 Uhr, So 11 18 Uhr sowie nach Vereinbarung
Weitere Informationen
ahh.univie.ac.at
Die Ausstellung wurde auch ermöglicht durch das freundliche Entgegenkommen des Archivs der
Bundes-Polizeidirektion Wien, des Österreichischen Parlaments, des
Österreichischen Staatsarchivs und des Wiener Stadt- und Landesarchivs.
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Google Maps
Auf einem Bezirksplan, der mit der Hilfe der Anwendung Google Maps
erstellt wurde ist die Lage der bereits verlegten Gedenkobjekte zu
sehen. Zusätzlich ist mit einem Mausklick die Liste der Personen,
denen die Gedenkobjekte gewidmet sind zugänglich.
Dieser Plan wird - je nach den noch zu verlegenden Gedenkobjekten - laufend erweitert.
Links:
Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann mit MitarbeiterInnen von Jugend am Werk
Foto: Wolfgang Bamberg, Jugend am Werk
Zum Plan
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Dienstag, 9. Juni 2009
Erinnern für die Zukunft präsentierte:
Zeitzeugengespräch mit Walter STERN
Moderation: Ulli Fuchs
Dienstag, 9.6.2009, 18 Uhr
Bezirksmuseum Mariahilf, 1060, Mollardg.8
Walter Stern
1924 in Wien geboren, Kind jüdischer Eltern,
verbrachte seine Kindheit und Jugend im Roten Wien.
In den 30er Jahren, sein Interesse gilt mehr dem
Fußball als der Politik, machte er als jüdischer
Halbwüchsiger erste Erfahrungen mit dem stark
zunehmenden Antisemitismus. 1939 gelang ihm die
Flucht nach Palästina. Während und nach dem Krieg
arbeitete er mit dem britischen Militär u.a. bei der
Suche nach Nazi-Kriegsverbrechern. Ab 1947 arbeitete
er im Metallbetrieb Görz und war dort jahrelang
Betriebsrat.
Seine Eltern wurden deportiert und ermordet, sie bekommen Erinnerungstaferln im Rahmen unseres Projektes:
Josef Isak Stern, geb. 14.04.1889 in Rutki, verhaftet am 1. Sept. 1939, deportiert ins KZ Buchenwald, dort gest. 9.6.1940
Sara Stern, geb. Zupnik am 03.03.1893 in Waniowice, aus der Sammelwohnung 1010 Wien, Salzgries 10/7 am 14.06.1942 nach Sobibor bzw.
Izbica deportiert.
Das Buch zum Zeitzeugenabend:
Walter Stern: Das Überleben hat gelohnt. Erinnerungen eines Metallarbeiters und Betriebsrates.
ÖGB Verlag. Wien 2008.
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Kindheit und Jugend in Mariahilf
Der Anlass zu einem Gedenken ist meist ein bestimmtes und zeitlich abgegrenztes Datum.
Historische Ereignisse stehen aber immer in einem Zusammenhang. Die
Hörstationen "Kindheit und Jugend in Mariahilf"
spannen sich daher über einen größeren zeitlichen
Rahmen, der von den 20er Jahren bis in die Nachkriegszeit reicht,
wobei ein Schwerpunkt auf den 30er Jahren liegt.
Ebenso ist es ein Anliegen, historische Ereignisse in
Alltagssituationen einzubetten -- ein sehr wichtiger Aspekt um sich
der Frage: "Wie war die Diktatur des Nationalsozialismus und
der Holocaust möglich?" zu nähern.
Sinn dieser Audiofiles ist es, ein Bild der Zeit in seiner
Heterogenität zu zeigen. Von unbescholtener Kindheit in den
Gassen von Mariahilf bis zur Flucht vor den Nazis. Wobei es nur
einzelne Momente und Ausschnitte zeigt und keineswegs
vollständig und umfassend sein kann. In der persönlichen
Erinnerung verschwimmen mitunter auch genaue Daten und
Zusammenhänge oder vermischen sich mit Erzählungen von
anderen.
Auch der Schnitt der Audiofiles stellt manches heraus, was sich im
Zusammenhang manchmal anders anhört, gleichzeitig ist ein
Schnitt notwendig, um eine Aussage auf den Punkt zu bringen.
Vielen Dank an alle, die für ein Gespräch und dessen Aufzeichnung bereit waren!
Gestaltung: Stefanie van Felten
Hörstationen
Donnerstag, 6. Nov. 2008
Erinnern für die Zukunft präsentierte:
Gedenken an das Novemberpogrom 1938
Rundgänge mit Petra Unger, Kulturvermittlerin:
Die verschwundenen Frauen aus Mariahilf.
Theater TAG www.dasTAG.at
Gumpendorfer Straße 67, 1060 Wien
Benefizveranstaltung mit Musik aus Mariahilf und dem Exil.
Mit Werken von Erich Wolfgang Korngold, Eric Zeisl, Hanns Eisler u.a.
Musikalische Zusammenstellung: Barbara Rombach, Kammermusikwerkstatt
Rekonstruktion der Synagoge Schmalzhofgasse, "Die virtuelle Synagoge"
http://www.archivision.at/closed/synagoge/synagoge.htm
Erinnerungsspuren um unsere Schule
Am 27. März 2008 sind wir mit Frau Zoumboulakis-Rottenberg durch die Gassen um unsere Schule spaziert.
Dabei kamen wir an einigen Gebäuden vorbei, von denen Frau Zoumboulakis-Rottenberg eine Menge zu erzählen wusste:
- in der Hirschengasse, im heutigen Jugendgästehaus, befand sich die NSDAP-
Führungszentrale
- in der Schmalzhofgasse erinnert eine Gedenktafel an eine wunderschöne
Synagoge, in der die Großeltern von Frau Zoumboulakis-Rottenberg geheiratet haben
- 44 Menschen wurden aus Häusern in der Otto-Bauer-Gasse
deportiert
- Ecke Gumpendorferstr./Brauergasse wohnten Frau Zoumboulakis-Rottenbergs
Urgroßmutter, Großmutter und ihre Mutter – deren Geschichte hat uns besonders berührt
- in der Nelkengasse begegneten wir einer älteren Dame, die zur damaligen Zeit
im Haus Nr. 10 gewohnt hat. An den angebrachten Erinnerungstaferln
erkannte sie den Namen des Zuckerbäckers, der dort sein Geschäft hatte
Unseren Spaziergang beendeten wir beim Haus des Meeres und dem
Fritz Grünbaum Platz, wo wir uns herzlich und
dankbar von Frau Zoumboulakis-Rottenberg verabschiedeten.
Die SchülerInnen der 4A
der KMS Loquaiplatz
Mariahilfer Kulturplattform
Den vielen hunderten Menschen, die während der
nationalsozialistischen Diktatur aus Mariahilf deportiert und
ermordet wurden, soll ein ehrendes Andenken bewahrt werden. Deshalb
werden im Jahr 2008 Gedenkobjekte an den letztbekannten
Wohnadressen angebracht. Ein breit gefächertes Kulturprogramm
mit Informations- und Diskussionsveranstaltungen beschäftigt
sich mit der Bedeutung der historischen Ereignisse auch für die
Gegenwart und die Zukunft.
Liste der Opfer
Wir danken dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands für die Zurverfügungstellung der Opferlisten und Dr.Wolf-Erich Eckstein vom Matrikenamt der Israelitischen Kultusgemeinde für Ergänzungen.
Zum Download der Liste (PDF, 83 KB).
Derzeit wissen wir von 724 jüdischen Menschen, die nach den Nürnberger Rassegesetzen verfolgt und umgebracht wurden, und acht behinderten Kindern, die ermordet wurden.
Für die Recherche der ermordeten behinderten Kinder gilt unser Dank Elfriede Tozzer und Beatrix Remesch.
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