Erinnern für die Zukunft – Rundgang in Mariahilf

Ulli FuchsEine Kooperation des Bezirksmuseum Mariahilf und der VHS Mariahilf
Präsentation des Projekts zur Erinnerung an die Opfer des NS-Terrors in Mariahilf.

Montag, 03. Oktober, 18:30-20:30: Vortrag und Gespräch zu diesem Mariahilfer Erinnerungsprojekt.
Montag, 10. Oktober, 18:30-19:30: Rundgang zu ausgewählten Stationen im Bezirk Mariahilf; (Treffpunkt: VHS Mariahilf Haupteingang)
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Stumpergasse 44 28.05.2015

Stumpergasse 44Am 28. Mai 2015 wurden in der Stumpergasse 44 im Beisein von Familienangehörigen, des Bezirksvorstehers Markus Rumelhart, einer Vertreterin der israelischen Botschaft in Österreich, der Bezirksrätin Elisabeth Zoumboulakis-Rottenberg, des Vorsitzenden der Kulturkommission des Bezirkes Kilian Franer und der ehemaligen Projektkoordinatorin Ulli Fuchs weitere Tafeln für das verschleppte und ermordete Ehepaar  Marie und Sigmund Goldschmied angebracht und präsentiert.

Stumpergasse 44 - Angehörige und Aktivist_innen

Enthüllung Stumpergasse 44

Stumpergasse 44Am 28. Mai 2015 um 14 Uhr werden zwei weitere Gedenkobjekte – für Marie und Sigmund Goldschmied – an der Fassade des Hauses Stumpergasse 44 im Beisein von Bezirksvorsteher Markus Rumelhart und von Verwandten enthüllt.

Simone Zaugg: Raising the Bar

Simone Zaugg, raising the bar, 2015, Naschmarkt  Foto: Iris Ranzinger / KÖR GmbH, 2015Temporäres Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten am Wiener Naschmarkt
www.skyunlimited.at
Die Schweizer Künstlerin Simone Zaugg hat für den Naschmarkt ein temporäres Mahnmal für die homosexuellen und transgender NS-Opfer konzipiert. Formal anschließend an das bestehende Metallgeländer der Flohmarktmeldestelle an der Kettenbrückengasse entwirft Simone Zaugg ein labyrinthisches Geländersystem, das stetig höher wird. Wahrgenommen werden kann es sowohl als metaphorische Zwangsjacke als auch als spielerischer Parcours.Als abstrakte Skulptur thematisiert das Geländerlabyrinth Einschlüsse und Ausschlüsse, das Gefangensein und das Durchschlüpfen sowie ein Ordnungssystem, das ausgeweitet werden kann. Seine Struktur, die den Körper in eindeutige Bahnen lenkt, erinnert an den Zwangsapparat der „Heteronormativität“, die unsere Gesellschaft als Weltanschauung bis heute prägt, Heterosexualität als soziale Norm postuliert und damit einen Standard vorgibt, an dem alles gemessen wird. Die zunehmende Höhe der Konstruktion ermöglicht ein Durchschlüpfen, ein Unterwandern der Barrieren und somit das Verlassen und Überwinden des vorgegebenen Systems. „Raising the bar“ ist eine englische Redewendung und bezeichnet das Höherlegen einer Messlatte. Der Titel der Arbeit vermittelt damit die Ambivalenz zwischen unerreichbaren Maßstäben und der Idee von Barrieren, die überwunden werden können.„Die Installation ist ein Sinnbild, ein Erlebnis und eine Metapher, die das Publikum einlädt, im Gehen und Weitergehen zu gedenken und mitzudenken.“
Simone Zaugg