Erinnern für die Zukunft
Termine

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November
06.11.2008 Gedenken an das Novemberpogrom 1938 VHS Wien West, 1060, Damböckgasse 4
07.11.2008 Konzert Pallawatsch Herklotzgasse 21, 1150 Wien
08.11.2008 der Garten im Schrank Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 19, 1080 Wien
09.11.2008 der Garten im Schrank Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 19, 1080 Wien
13.11.2008 kinokis mikrokino #156: Hilde Zimmermann -- erinnern, zweifeln, handeln depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
20.11.2008 Steine der Erinnerung - Wien 3 lädt ein:
Weg des Gedenkens durch das Weißgerberviertel
Treffpunkt: DAS DORF, 1030 Wien, Obere Viaduktg. 2/1
20.11.2008 Einladung zur Wiedereröffnung des Bezirksmuseums Mariahilf Bezirksmuseums Mariahilf, Mollardgasse 8 (Mezzanin) 1060 Wien
20.11.2008 Das "Adolf-Hitler-Haus" - Hirschengasse 25, Wien-Mariahilf VHS Wien West, 1060, Damböckgasse 4
21.11.2008 Opfer und Profiteure. Der Mariahilfer Kunst- und Antiquitätenhandel in der NS-Zeit VHS Wien West, 1060, Damböckgasse 4
28.11.2008 Tarnopol, Wien-Mariahilf, Theresienstadt: Zu Leben und Wirken des Rechtsanwaltes Isidor Ingwer Bezirksmuseums Mariahilf, Mollardgasse 8, 1060 Wien
30.11. - 02.12.2008 Erinnern für die Zukunft in der Österreichischen Mediathek Gumpendorferstraße 95, 1060 Wien
30.11.2008 Filmmatinée: Alexandra Reill Gumpendorferstraße 95, 1060 Wien
Dezember
01.12.2008 Hineinhören in das Jahr 1938 Gumpendorferstraße 95, 1060 Wien
02.12.2008 Hörstationen: Kindheit und Jugend in Mariahilf Gumpendorferstraße 95, 1060 Wien



"Erinnern für die Zukunft" präsentiert:

Gedenken an das Novemberpogrom 1938

Donnerstag, 6. November 2008
15 -- 16 Uhr und 17.30 - 18.30 Uhr: Rundgang mit Petra Unger, Kulturvermittlerin:
Die verschwundenen Frauen aus Mariahilf. Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

19 Uhr : Theater TAG www.dasTAG.at
Gumpendorfer Straße 67, 1060 Wien
Benefizveranstaltung mit Literatur und Musik aus Mariahilf und dem Exil.
Mit Werken von Erich Wolfgang Korngold, Eric Zeisl, Franz Lehar, Hanns Eisler u.a.
Musikalische Zusammenstellung: Barbara Rombach, Kammermusikwerkstatt
Sopran: Elisabeth Rombach, Klavier: Vasilis Tsiatsianis und Streichquartett.
Lesung: Barbara Horvath u.a., Technik: Ensemble TAG
www.dasTAG.at

Spenden für "Erinnern für die Zukunft" erbeten!
Raika, Blz 32.000, Kto. 323 7807

Weitere Information zum Novemberpogrom:
Rekonstruktion der Synagoge Schmalzhofgasse, "Die virtuelle Synagoge"
http://www.archivision.at/closed/synagoge/synagoge.htm

AUS: Tagesrapport GESTAPO WIEN NR. 8 VOM 17.-18. 11. 1938
(DÖW Film 68/2, T 84 R 13, 39 814 )

Nach den bisherigen Feststellungen (am 16. 11. 1939, 18 Uhr) wurden bei der Judenaktion in Wien 6547 Juden festgenommen. Hiervon wurden 3700 Juden in das K. L. Dachau eingewiesen, 1865 vorläufig zurückgestellt und 982 entlassen.
Die Großaktion gegen die Juden wurde auf Weisung des Geheimen Staatspolizeiamtes in Berlin vom 16. November 1938 abgebrochen. Heute, 17. 11. 1938, morgens, saßen in Wien aus dieser Aktion noch ca. 2000 Juden ein. Bei diesen 2000 Juden handelt es sich um diejenigen, die bei der Überprüfung der insgesamt Festgenommenen von der Überstellung nach Dachau zurückgestellt wurden, weil sie vom Arzt für krank oder lageruntauglich erklärt worden waren.

(Anmerkung: Allein aus Mariahilf wurden vom 12.-16. November 136 Männer nach Dachau deportiert.)


PALLAWATSCH

Freitag, 7. November 2008, 19 Uhr
Konzert mit jiddischen Liedern & Tanz
Im Rahmen der Ausstellung: Das Dreieck meiner Kindheit

Herklotzgasse 21, 1150 Wien

Eintritt frei
Anmeldung unter: 01 23 67 612


Das Jüdische Theater Austria präsentiert

der Garten im Schrank

Samstag, 8. November 2008, 20 Uhr
Sonntag, 9. November 2008, 15 Uhr

ein Volksstück von Warren Rosenzweig
Ausgezeichnet mit dem Interkultur-Preis 2008

Österreichisches Museum für Volkskunde
Laudongasse 19, 1080 Wien
www.volkskundemuseum.at
Eintritt 14,-/ 10,- Euro

Regie: Warren Rosenzweig
Besetzung: Rita Hatzmann, Mimi Kilinger, Erwin Leder, Warren Rosenzweig
Musik: Abi Sina
Bühne & Licht: Bert Schifferdecker
Kostüm: Barbara Langbein
Haar: Fisun Ecevit

Die Verdränger haben vor niemandem so große Angst wie vor denjenigen, die kommen und versuchen, diese Verdrängung aufzuheben. Darum sind die Mahner, die Aufdecker, die Wahrheitssucher, die Propheten in diesem Lande nicht erwünscht. Erwin Ringel

"der Garten im Schrank" thematisiert den Umgang einer österreichischen Familie mit den dunkelsten Geheimnissen ihrer Vergangenheit. In einer ungewöhnlichen künstlerischen Form wird die Frage der "Vererbung des Bösen" aufgegriffen: ob und wie die Neigung zur Untat von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird. Es handelt sich aber auch um die Auseinandersetzung mit soziokulturell definierten Werten wie Verantwortung und Gerechtigkeit innerhalb einer geschlossenen, schuldbelasteten Gesellschaft.

"Wir haben keinen Grund, so zu tun, als wäre es ein Geheimnis." "Es gibt ja auch kein Geheimnis." "Kein Grund, diese Dinge öffentlich zu besprechen, aber Geheimnis ist es keines."

Eine Familie als Allegorie der Gesellschaft. Das Stück vereint seine sozialpolitische Ebene mit einem psychologisch präzise angelegten Unterbau, den Geschehnissen rund um einen rätselhaften Fremden. Die xenophobischen Urängste und Abwehrmechanismen innerhalb einer Familie, die tief in die eigene Vergangenheit verstrickt ist und mit allen Mitteln versucht, ihr wohlgehütetes Geheimnis zu wahren, werden beleuchtet. Immer tiefer dringt der Gast in die Welt der Familie ein und bedroht damit den scheinbaren Frieden.
Mehr Info unter: www.jta.at

Steine der Erinnerung - Wien 3 lädt ein:

Weg des Gedenkens durch das Weißgerberviertel

Sonntag, 9. November 2008, 14:30 Uhr
70 Jahre nach dem Novemberpogrom (sogen. Kristallnacht) werden die ersten vier Stationen eröffnet.
Ehrenschutz und Einweihung: Oberrabbiner Chaim Paul Eisenberg

http://www.kunstplatzl.info

Treffpunkt: DAS DORF
1030 Wien, Obere Viaduktg. 2/1

Begrüßung und Programm:
Bezirksvorsteher-Stellvertreter D.I. Rudolf Zabrana
Mag. Gerhard Burda - Steine der Erinnerung - Wien 3
Nadja Herscovici liest aus dem Tagebuch der Anne Frank

Organisation & Kontakt: Steine der Erinnerung -- Wien 3. Für die Opfer der Shoa
1030 Wien, Dißlergasse 8/5,
www.steinedesgedenkens.at
Obmann: Konto: IMMO-BANK, "Steine der Erinnerung - Wien 3", Kto.Nr.: 308 05 61 0000 BLZ 47050

Wir danken allen Spendern! Mit künftigen Spenden werden wir weitere Stationen einrichten.

kinokis mikrokino #156 präsentiert:

Hilde Zimmermann -- erinnern, zweifeln, handeln

Donnerstag, 13. November 2008, 19.00
Kind des roten Wien, als Jugendliche politische Aktivistin, als junge Frau im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, mit Mutter, Bruder und GenossInnen verhaftet und nach Ravensbrück deportiert: Hilde Zimmermann war ihr Leben lang auf der Suche nach einem "liebevollen Weg" zum Sozialismus. Das filmische Portrait, an dem Tina Leisch gerade arbeitet, montiert Interviews, die Brigitte Halbmayr 1999 für das "Videoarchiv Ravensbrück" mit Hilde Zimmermann geführt hat mit Erinnerungen derer, für die sie wichtig war: Verwandte, FreundInnen und junge Frauen, die Hilde Zimmermann in den Neunzigern zur Mitarbeit bei der Lagergemeinschaft Ravensbrück einlud. Es geht um die Weitergabe der Erinnerung an den Nationalsozialismus an die nächste Generation und um die Kultur eines nichtentsolidarisierenden Zweifelns.

Hilde Zimmermann (Arbeitstitel) A 2008, Regie: Tina Leisch, ca. 65 min, Rohschnittscreening

Gespräch mit Gabriele Zimmermann (Soziologin)
Harri Zimmermann (Jurist)
Brigitte Halbmayr (Soziologin, Obfrau der Lagergemeinschaft Ravensbrück und Freundinnen)
Ulli Fuchs (Projektkoordinatorin "erinnern für die zukunft", Wien Mariahilf)
Tina Leisch (Film-, Text- und Theaterarbeiterin)

In Kooperation mit "erinnern für die zukunft".

KINOKIS MIKROKINO
Politische Filmabende, 1x monatlich im depot bei freiem Eintritt.
depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien,
http://www.depot.or.at
kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung

http://www.kinoki.at

Einladung

zur Wiedereröffnung des Bezirksmuseums Mariahilf

Donnerstag, 20. November 2008, 16.00
Nach erfolgter Erneuerung und Umgestaltung der Ausstellungsräume und zur Eröffnung des Glasmuseums lädt die Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann zur Eröffnung ein am Donnerstag, dem 20. November 2008 um 16:00 Uhr im Bezirksmuseum Mariahilf, 1060 Mollardgasse 8 (Mezzanin)

Begrüßung: Dr. Erich Dimitz, Museumsleiter
Geleitworte: Dr. Elfriede-Maria Faber, Präsidentin der ARGE Wiener Bezirksmuseen
Einführung: MagA. Alicia Spengler, Kuratorin für das Glasmuseum
Eröffnung: SR Dr. Bernhard Denscher, Leiter der Mag. Abt. 7, Kultur
Musik: Die Gigerln (Wienerlieder aus dem Gumpendorf, der Lamgruam und dem Ratzenstadl)

Im Anschluss Buffet

Bezirksmuseum Mariahilf
Öffnungszeiten: Donnerstag 10 - 12 Uhr
Sonntag: 11 - 13 Uhr
oder jederzeit nach Vereinbarung

Eintritt kostenlos
Tel., Fax: 586 78 68
Email:
Homepage: http://www.bezirksmuseum.at/mariahilf

Das "Adolf-Hitler-Haus" - Hirschengasse 25, Wien-Mariahilf

Donnerstag, 20. November 2008, 18:00 Uhr - Eintritt frei!!! VHS Wien West, 1060, Damböckgasse 4
Im Sommer 1931 wurde auf Initiative des nationalsozialistischen Wiener Gauleiters, Alfred Eduard Frauenfeld, die Idee geboren, nach Vorbild des in München eröffneten "Braunen Hauses" auch in Wien ein entsprechendes Gebäude als neuen zentralen Sitz der Wiener NSDAP anzukaufen. Im Herbst desselben Jahres eröffnete die NSDAP mit dem "Adolf-Hitler-Haus" ihre neue Machtzentrale in der Hirschengasse 25 in Wien-Mariahilf. In der Folgezeit entwickelte sich das einst so ruhige Viertel in der Hirschengasse zu einer der radikalsten Kampfzonen Wiens, in dem nicht nur weitere NS-Organisationen eingerichtet wurden, sondern auch zahlreiche radikale NS-Mitglieder und insbesondere SS-Terroristen ihren Wohnsitz bezogen, die maßgeblich für den Beginn des NS-Terrors, wie etwa der Anschlag auf das Kaufhaus Gerngroß im Dezember 1932, verantwortlich zeichneten Die Eskalation der Gewalt war mit der Errichtung des "Adolf-Hitler-Hauses" bereits vorprogrammiert, lag doch der neue Sitz der NSDAP nicht nur in der "Wiege der Arbeiterbewegung", sondern auch mitten im Zentrum der jüdischen Gemeinde der Bezirke Mariahilf und Neubau.

Heute beherbergt das Gebäude ein Jugendgästehaus des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, in dem die SchülerInnen aus den Bundesländern ihre "Wien-Woche" verbringen.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien werden nun die Geschichte des "Adolf-Hitler-Hauses", die politischen Gewalttätigkeiten und die antisemitische Kriminalität der NSDAP sowie die staatlichen Reaktionsmaßnahmen Anfang der 1930er-Jahre im Mikrokosmos eines Wiener Viertels erforscht.

ZeitzeugInnen, Erinnerungen
Das Forschungsprojekt zielt auf eine breite Dokumentation der Ereignisse und des Viertels um die Hirschengasse in den 1930er Jahren. In diesem Zusammenhang suchen wir ZeitzeugInnen für Interviews, Fotos, Zeitungsausschnitte, Dokumente etc.

Falls Sie uns helfen können, wenden Sie sich bitte an
Dr.in phil. Christiane Rothländer
Universität Wien, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte
Schottenbastei 10-16
A-1010 Wien
Tel: 01/4277-345 72
Mobil: 0699/11541175
E-Mail:

Herzlichen Dank!

Auftaktveranstaltung
Ein breit gefächertes Vermittlungsprogramm begleitet dieses wichtige Forschungsprojekt, als Projektabschluss ist u.a. eine Ausstellung im Bezirk angedacht.

Zu Beginn der mehrjährigen Projektarbeit findet ein Abend mit den ProjektbearbeiterInnen statt:
ao. Univ.Prof.in Dr.in iur. Ilse Reiter, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte, Universität Wien
Dr.in phil. Christiane Rothländer, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte, Universität Wien
Mag.a phil. Marie-Noëlle Yazdanpanah, Projektmitarbeiterin
Mag.a phil. Birgit Johler, Verein Geschichte.Recht.Öffentlichkeit. Gesellschaft zur Erforschung und Vermittlung österreichischer Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Univ.-Doz. Dr. phil. Siegfried Mattl, Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft/Cluster Geschichte, Dozent am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien


Im Rahmen der Veranstaltungen werden auch historische Filmdokumente zu den Aktivitäten der NSDAP Anfang der 10930er Jahre gezeigt.

Termin:
VHS Wien West 20.11.2008, 18.30 Uhr

"Erinnern für die Zukunft" präsentiert:

Vortrag von Gabriele Anderl: " Opfer und Profiteure. Der Mariahilfer Kunst- und Antiquitätenhandel in der NS-Zeit"

Freitag, 21. November 2008, 18 Uhr - Eintritt frei!!! VHS Wien West, 1060, Damböckgasse 4
In Mariahilf gab es 1938 eine Reihe einschlägiger Betriebe, die nach dem "Anschluss" zum Teil "arisiert" oder zwangsweise aufgelöst wurden. So "arisierte" beispielsweise einer der berüchtigten Schätzmeister der "Verwaltungsstelle für jüdisches Umzugsgut der Geheimen Staatspolizei" (VUGESTA), Bernhard Witke, eine Antiquitätenhandlung im 6. Bezirk und betrieb dort in der Folge einen schwunghaften Handel mit Kunst- und Kulturgütern aus Umzugslifts sowie aus Wohnungen von deportierten Jüdinnen und Juden. Im Rahmen dieses Vortrags werden diese Vorgänge im Detail rekonstruiert und einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert.

Gabriele Anderl, Dr. phil., Mitglied der Kommission für Provenienzforschung und ehemalige Mitarbeiterin der Österreichischen Historikerkommission, freiberufliche Autorin, Herausgeberin des Sammelbandes "NS-Kunstraub in Österreich und die Folgen" (mit Alexandra Caruso, 2005).

"Erinnern für die Zukunft" lädt zur offenen Geschichtswerkstatt ein:

Tarnopol, Wien-Mariahilf, Theresienstadt: Zu Leben und Wirken des Rechtsanwaltes Isidor Ingwer.

Freitag, 28. November 2008, 19 Uhr Bezirksmuseum Mariahilf, Mollardg. 8
Vortrag von Ilse Reiter-Zatloukal, Inst. f. Rechts- und Verfassungsgeschichte

Erinnern für die Zukunft in der Österreichischen Mediathek

30. November bis 2. Dezember 2008
Sonntag, 30. November 2008, 11 Uhr
Begrüßung : HR Dr. Gabriele Zuna-Kratky, Direktorin des Technischen Museum Wien
HR Dr. Rainer Hubert, Leitung Österreichische Mediathek

Filmmatinée: Nelkengasse
(Alexandra Reill, Wien/Hoy, 2008, 50 min.)

Filmvorführung des Zeitzeugenporträts über Heinz Moldau, dessen Familie 1938 aus der Nelkengasse 6 flüchten musste. Aus diesem Haus wurden in der NS-Zeit insgesamt vierzehn Menschen in Konzentrationslager deportiert und umgebracht. Heinz Moldaus Familie, Lederwarenerzeuger, konnte überleben, weil sie gerade noch rechtzeitig nach England emigrierten.
http://www.kanonmedia.com/portfolio/films/hm.html

Wien, mein Wien
(Alexandra Reill, Wien 2008, 50 min)
Thema des experimentellen Dokumentarfilms ist die Suche nach Spuren und Prägungen aus der NS-Zeit, die sich auf die erste bis dritte Folgegeneration übertragen haben. Welche Verdrängungsmythen tragen Angehörige einer österreichischen "Mehrheitsgesellschaft" in ihrem alltäglichen Denken, Handeln, in ihren Erinnerungen? Welche Erzählungen von Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern wurden (und werden) kollektiv überliefert?
http://www.kanonmedia.com/portfolio/films/wmw.html
Anschließend Diskussion. Moderation: Ulli Fuchs

Montag, 1. Dezember 2008, 18 Uhr
Hineinhören in das Jahr 1938

Kommentierte Vorführung von historischen Tondokumenten aus dem audiovisuellen Archiv des Technischen Museums Wien durch HR Dr. Rainer Hubert und Dr. Gabriele Fröschl.
Jede Zeit hat ihre charakteristischen Töne - gängige Schlager, Parolen, die Stimmungen aus politischen Veranstaltungen, der Klang bestimmter Personen, Werbung und typischen Radioklang. Besonders eindrucksvoll sind die Originalaufnahmen aus dem für Österreich furchtbaren Jahr 1938. An Hand besonderer Tonaufnahmen im Archiv der Mediathek wollen wir das Klangbild der Zeit erstehen lassen: von Jazzmelodien bis zu nationalistischer Marschmusik, von Aufnahmen auf Schellack und aus dem Radio zu Privataufnahmen, von letzten politischen Aussagen österreichischer Politiker bis zum Nazi-Jubel um den "Anschluss". Dabei wird auch an Hand von teilweise noch nie vorgeführten Tonaufnahmen versucht werden, den Weg von der ideologischen Phrase nationalsozialistischer Politiker zu ganz konkreten katastrophalen Folgen für viele der Mitbürgerinnen und Mitbürger von damals zu zeigen: die Spurensuche wird uns dabei mitten nach Mariahilf führen...
http://www.akustische-chronik.at/

Dienstag, 2. Dezember 2008, 18 Uhr:
Hörstationen: Kindheit und Jugend in Mariahilf
Stefanie van Felten präsentiert ZeitzeugInneninterviews.

Die Hörstationen "Kindheit und Jugend in Mariahilf" spannen sich über einen zeitlichen Rahmen, der von den 20er Jahren bis in die Nachkriegszeit reicht. Sie sollen im Gesamten ein Bild der Zeit in ihrer Heterogenität darstellen. Die einzelnen Aussagen für sich zeigen Ausschnitte aus dem Leben, Situationen und Ereignisse,/ /wie z.B. Kinderspiele im Park, Straßenkämpfe zwischen politischen Lagern, Judenverfolgung durch die Nazis oder Beschreibungen eines Grätzels.

Mit anschließender Gesprächsrunde.
Stefanie van Felten und Kurt Jellinek


Ein Projekt zum Gedächtnis an die Mariahilfer Opfer des NS-Terrors
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Liste der Patenschaften für die über 800 Gedenkobjekte in Mariahilf »
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Donnerstag, 20. November
16 Uhr

Wiedereröffnung
Bezirksmuseum Mariahilf, 1060
Mollardgasse 8