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Termine
Veranstaltungen
Impressionen zur Auftaktveranstaltung am 2. Oktober 2007

Die Schauspielerin Gabriela Schmoll las Texte zu Mariahilf 1938.
Foto: Wolfgang Jaafar
Auftaktveranstaltung am 2. Oktober 2007
um 19 Uhr im Salvatorsaal der Pfarre Mariahilf (Barnabitengasse 14).
Es erwarten Sie Klezmermusik mit der Gruppe ”Pallawatsch“, eine Lesung von Gabriela Schmoll mit Texten zum sogenannten Anschluss 1938, Informationen von ExpertInnen, sowie ein koscheres Buffet.
Weiters laden wir Sie ein, an den Veranstaltungen selbst aktiv mitzuwirken.
Auf Ihr Kommen freut sich
Renate Kaufmann
Bezirksvorsteherin
Neue Wege des Gedenkens an die NS-Opfer in Mariahilf
Das Zukunft.ForuM lud am Montag, 22. Oktober 2007, 18.30h, ins EGA, 1060 Windmühlg. 26, ein.
Expertinnen informierten über das neue Projekt ”Erinnern für die Zukunft“ in Mariahilf:
Univ. Prof. Dr. Ilse Reiter-Zatloukal von der Uni Wien
Dr. Mag.a Brigitte Bailer-Gallanda vom DÖW
Mag.a Ulli Fuchs, Projektkoordinatorin
Das Gespräch wurde vom Initiator, dem Kulturverantwortlichen Mariahilfs, Dr. Kilian Franer, geleitet.
Zwischen 1938 - 1945 fielen fast 800 Menschen in Mariahilf dem NS-Regime zum Opfer.
Neben Jüdinnen und Juden waren das auch behinderte Kinder, Homosexuelle sowie religiös
bzw. politisch Andersdenkende, freie GewerkschafterInnen und Roma. All dieser Menschen
soll jetzt namentlich mit je einer Gedenktafel gedacht werden. Diese wird in den Gehsteig bzw.
wo das von den Besitzern gestattet wird, am Wohnhaus der Opfer angebracht. Hergestellt werden
die Tafeln von ”Jugend am Werk“ im Rahmen eines Ausbildungsprogramms. U. a. haben ihre
Teilnahme am Gedenkprojekt schon Schulen, Kirchen und auch namhafte Künstler – wie z. B.
Arik Brauer und Robert Menasse – zugesagt.
Geforscht wird auch nach bis jetzt noch unbekannten Namen von Todesopfern, mit letzter
Wohnadresse im 6. Bezirk. Über Möglichkeiten des aktiven Engagements wird bei dieser
Veranstaltung informiert.
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Vortrag Mag. Philipp Mettauer, Mitarbeiter unserer Geschichtswerkstatt:
*Die österreichisch-jüdische Emigration nach Argentinien 1938--1945*
Zeit: Dienstag, 11. Dezember 2007, 19 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 45, Universität, Hauptgebäude,
Stiege VIII, 2. Stock
Vorträge zur iberischen Geschichte, Nr. 47; Organisation: Friedrich Edelmayer
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Jiddishes-Tanz-Hoys
Klezmermusik ist traditionelle jüdische Fest- und
Hochzeitsmusik aus Osteuropa. Neben typischen
Hochzeitsstücken findet man moldawische und
ukrainische Melodien ebenso wie Einflüsse von
Walzer, Polka, Mazurka und kantoraler Musik. Die
Tänze - Kreistänze, Reihen - + Paartänze
sind so mitreißend wie auch die Musik!
Keine Vorkenntnisse notwendig! Einstieg jederzeit möglich!
jeweils einmal im Monat, Sonntag abends 18.00 -20.00.
Beitrag: ab 7 EUR, Kinder bis 12 Jahr frei
Tanzanleitung: Eva Pankratz
Livemusik: www.pallawatsch.net, Freunde und Gäste
...Klezmer-Essen, Klezmer-Tanzen, Klezmer-Trinken, Klezmer-Singen...
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"Kindheit und Jugend in Mariahilf"
Ein lebensgeschichtlicher Gesprächskreis
Seniorentreff Mariahilf
Gumpendorferstr.117
Beginn 4.Februar, Montags 15 bis 17 uhr
Die weiteren Termine:
- 18.Februar
- 3.März
- 31.März
- 7.April
- 21.April
- 5.Mai
- 19.Mai
Leitung und Betreuung des Gesprächskreises:
Mag.a Stefanie van Felten, Mag.a Ulli Fuchs
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Erste Enthüllung von Erinnerungsobjekten im Rahmen von "Erinnern für die Zukunft"
Anlässlich der ersten Enthüllung von Erinnerungsobjekten im Rahmen von
"Erinnern für die Zukunft"
laden wir am 11. März zu einem Pressegespräch mit Fototermin mit Hr. Kulturstadtrat
Andreas Mailath-Pokorny und Frau Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann herzlich ein.
11 Uhr, Haus Wien Energie, Mariahilfer Str. 63
Um 18 Uhr enthüllen wir eine Bodenplatte mit 10 Erinnerungstafeln in der
Mariahilferstraße/ Ecke Nelkengasse.
Am Haus Nelkengasse 4 sind 17, am Haus Nelkengasse 6a sind 14 Tafeln an
der Fassade montiert, die an die von diesen Adressen in der NS-Zeit
deportierten und ermordeten Menschen erinnern.
18.30 Haus Wien Energie- Ansprache Bezirksvorsteherin-Stellvertreter DI Peter Chlup
19 Uhr Premiere des eigens erarbeiteten assoziativen Tanztheaterstücks
wegen begrenzter Platzzahl erforderlich!
"Die Neuproduktion beschäftigt sich mit dem Themenkreis Vergessen,
Verdrängen, Flüchten und Erinnern. Ausgangspunkt sind die historischen
Ereignisse des Jahres 1938 rund um die Verfolgung und Vertreibung der
jüdischen MitbürgerInnen. Diese Thematik wird jedoch hauptsächlich auf
metaphorische Weise aufgegriffen und oft nur andeutungsweise bildhaft
dargestellt oder grotesk überhöht. Scheinbar entfernt Zurückliegendes
rückt näher, der Zuschauer bzw. die Zuschauerin fühlt sich selbst mitten
ins Geschehen gerückt.
Wie auch in den vergangenen Produktionen werden in bewährter Weise
mehrere Kunstformen kombiniert, um eine dichte, intensive Atmosphäre zu
schaffen: Literarische Texte, eine eigens dafür geschaffene Bühnenmusik
und zeitgenössisches Tanztheater. Der Zuschauer bzw. die Zuschauerin
wird gepackt von dramatischen Flucht- und Verfolgungsszenen, taucht in
sein Unbewusstes, erlebt die Abgründe und Ängste hautnah mit.
Nicht nur schreckliche Ereignisse sollen dargestellt werden, sondern
auch die wohltuende Kraft einer bewussten Verarbeitung: das Annehmen,
das Verzeihen und das Friedenschließen. Indem der eigene Anteil an der
kollektiven Schuld, am Wegschauen oder Nicht-Sehen- und
Nicht-Wahrhaben-Wollen erkannt wird, kann es auch zu einer positiven
Bewältigung kommen: Der "andere" wird als gleich und gleichwertig
empfunden, die Basis für ein friedliches Miteinander ist gelegt." Walter
Baco
Es tanzen: Nina Crobath, Ana Ruth Sánchez Martínez, Lena Kraus, Daniel
Feik, Szabi Becker
Choreografie und Musik: Walter Baco
Kostüme: Petra Simon & Katharina Braunschmidt in Zusammenarbeit mit der
Modeschule für Design
www.baco.at
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Vorträge zur
Theatergeschichte des 6. Bezirks 1938
jeweils Mittwoch, 18 Uhr, Volkshochschule Wien West
1060, Damböckgasse 4
Eintritt frei!
Mariahilf zeichnete sich durch zwei große und
traditionsreiche Bühnen aus, das Theater an der
Wien und das Raimundtheater. Der
Fritz-Grünbaum-Platz erinnert an einen der
prominentesten Wiener jüdischen
Unterhaltungskünstler der Zwischenkriegszeit. Was
bedeutete der März 1938 für die Häuser
Theater an der Wien und Raimundtheater? Was geschah mit
Fritz Grünbaum?
Dr. Edda Fuhrich
2. April 2008, 18 Uhr, Volkshochschule Wien West
Das Raimundtheater 1938 "... ein Theater zur Pflege der bodenständigen Bühnenkunst"
Dr. Birgit Peter
9. April 2008, 18 Uhr, Volkshochschule Wien West
Wiener Witz: Fritz Grünbaum
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Dr. Angela Heide
16. April 2008, 18 Uhr, Volkshochschule Wien West
Das Theater an der Wien in der Direktion Arthur Hellmer, 1936--1938
Der Vortrag widmet sich dem Theater an der Wien in den letzten
Monaten vor und ersten Wochen nach dem "Anschluss" und versucht, die
schwierige Positionierung des damals vor allem als Operettenbühne
geführten Hauses zwischen kulturpolitischem Kampf gegen Ständestaat
und aufkommenden Nationalsozialismus näher zu beleuchten: Welche
Stücke wurden gespielt bzw. konnten noch gegeben werden, und auf
welche Weise versuchte Hellmer, jüdischen Emigranten an dem von ihm
geleiteten Haus noch die Möglichkeit für letzte Auftritte in Wien zu
geben, ehe der Regisseur und Theaterleiter selbst im August 1938
nach Amerika emigrieren musste?
Denkt man an das Theater an der Wien, dann fallen einem vor allem
Mozart und Schikaneder, vielleicht sogar Namen wir Carl Carl und
Johann Nestroy ein, die das 1801 eröffnete Theaterhaus an der Wieden
im 18. und 19. Jahrhundert wesentlich mitgeprägt haben. Man denkt
aber auch an die Zeit der so genannten goldenen und silbernen Wiener
Operettenjahre, an Offenbach und Strauss, Millöcker und Ziehrer --
und im 20. Jahrhundert natürlich an die großen, internationalen
Musicals.
Kaum mehr bekannt ist jedoch, dass das Theater an der Wien in den
Jahren vor und in den ersten Monaten nach dem "Anschluss" des Jahres
1938 zu einer der zentralen Bühnen für deutschsprachige jüdische
KünstlerInnen wurde, für die Wien zur ersten Station ihrer
Emigration werden sollten -- in vielen Fällen wurde es auch zur
letzten vor Deportation und Ermordung durch die Nationalsozialisten.
In der Direktion Arthur Hellmer von 1936 bis zur Emigration des
jüdischen Regisseurs und Theaterleiters nach New York und später
nach England im August 1938 spielten neben Zarah Leander, Hans Holt
und Lizzi Waldmüller zahlreiche Emigranten wie Oskar Karlweis, Karl
Farkas oder Gisela Werbezirk, ehemals umjubelte Publikumslieblinge
wie Max Hansen, der 1941 nach mehrmaligen erfolglosen Versuchen dank
gefälschter Papiere einen Arier-Nachweis erhielt, Paul Morgan und
Otto Walburg: Paul Morgan starb 1938 im KZ Buchenwald, Otto Wallburg
wurde Ende 1944 im KZ Auschwitz ermordet ...
Der Vortrag versucht, die "vergessenen Jahre" des Theaters an der
Wien in der Direktion Arthur Hellmer vorzustellen und so einen heute
kaum mehr bekannten Einblick in die letzten unabhängigen
künstlerischen und schwierigen existenziellen Jahre vor dem Ende des
Hauses als einer der wichtigsten Wiener Privatbühnen der
Zwischenkriegszeit zu geben.
ICH BIN ALLEIN -- WIE IMMER IN MOMENTEN,
WO MIR EIN MENSCH SO DRINGEND NÖTIG WÄR'.
ICH TRINK' EIN ABSCHIEDSGLAS BEIM CORNER-WEINWIRT
DANN SITZ' ICH DA UND DENKE NACH, WAS SEIN WIRD
WENN ALLES WIEDER SEIN WIRD WIE VORHER ...
UND DANN --? ICH SUCH' AUF MEINER HEIMFAHRT-REIMFAHRT
DEN WEITEREN VERLAUF ZU PROPHEZEI'N --
ICH AHNE NACHGESCHICHTLICHE GESCHICHTEN
KONTUREN, DIE IM DICHTEN SICH VERDICHTEN
UND WEISS GENAU -- ES WIRD GANZ ANDERS SEIN ...
(Karl Farkas)
Mag. Dr. Angela Heide studierte Theater-, Film- und
Medienwissenschaft in Wien, Berlin, Oxford und London, ist seit
Mitte der 80er-Jahre am Theater in den Bereichen Dramaturgie,
Produktion und Kulturvermittlung sowie in Forschung und Lehre
tätig und leitet seit 2001 das Wiener Büro für
Theaterforschung /artminutes/; seit 2002 ist Angela Heide
Co-Leiterin des Labels WOLKE 7 im Bereich innovatives
Stadtteilmanagement und Stadtforschung
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Glücksthals Rückkehr - Forumtheater nach Augusto Boal
Dienstag, 22. April 2008, 19:30 ega
1060, Windmühlgasse 26
Ruth Glücksthal lebte als Kind in Wien. Ihre Eltern wurden im
Konzentrationslager ermordet, Ruth konnte fliehen. Nach 20 Jahren
besucht sie Wien und sucht den Ort auf, an dem sie gelebt hat. Sie
trifft Josef Opletal, den Nachbarbuben von damals. Dabei sieht sie
persönliche Gegenstände aus der Wohnung ihrer Eltern jetzt bei der
Familie Opletal stehen.
Erzählungen und persönliche Erlebnisse haben die Theatergruppe zum Stück
"Glücksthals Rückkehr" geführt. Mit Hilfe von Literatur zum Thema und
berührenden Improvisationen - was Arisierung bei Opfern und Tätern
auslöst, hat sich das "kollektivtheater" der aktuellen Diskussion über
Restitution und die Opfer des Nationalsozialismus angenähert.
Nach dem Stück gibt es eine gemeinsame Diskussion.
Augusto Boal (geboren 1931 in Brasilien) gilt heute als einer der
bedeutendsten Theaterpädagogen unserer Zeit. Seine Theaterformen werden
in vielen Ländern der Welt praktiziert.
Die Theatergruppe "Kollektivtheater" besteht seit 1994 und arbeitet
mit verschiedenen Methoden des Theaters der Unterdrückten zu Themen wie
Migration, Rassismus, Arbeitsbedingungen, Gender.
Wir laden ein, gemeinsam mit uns Theater zu spielen und zu diskutieren.
Eintritt frei.
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ZEITZEUGEN BERICHTEN
Mittwoch, 7. Mai 2008, 18 Uhr Saal der Bezirksvorstehung,
1060, Amerlingstraße 11
1. Videofilmpremiere "schlussstrich?" von Martin Just:
Interviews mit Wiener WiderstandskämpferInnen. (ca 60 min.)
"Während die einen die Machtübernahme der
Nationalsozialisten in Österreich aus ihrer Sicht
schildern und ihre Rolle im Widerstand bilanzieren,
wollen die anderen, die auf einer Einkaufsmeile mit
Fragen zum März 1938 konfrontiert wurden, mitunter einen
Schlussstrich unter die Verbrechen des Faschismus
ziehen."
2. Leo Bretholz: FLUCHT IN DIE DUNKELHEIT
Leo Bretholz, geboren 1921, flüchtete als 17-jähriger auf Drängen seiner
Mutter aus seiner Heimatstadt Wien. Unterwegs hatte er die Hilfe von
freundlichen Christen, unter ihnen eine Krankenschwester (Nonne). Der
entscheidende Punkt seiner mehrjährigen, ruhelosen und gefahrvollen
Wanderungen war der Sprung aus einem Deportationszug, der aus dem
Sammellager Drancy bei Paris nach Auschwitz ging. 1947 kam er endgültig
in den USA an.
LEO BRETHOLZ
FLUCHT IN DIE DUNKELHEIT
Mit einem Vorwort von Doron Rabinovici
Aus dem Englischen von Susi Schneider
ca. 280 S., Hardcover mit SU
ISBN 3-85409-425-6
€ 24,80
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Projektinitiator Dr. Killian Franer begrüßt Leo Bretholz
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Flucht in die Dunkelheit ist die packende Darstellung der sieben Jahre
andauernden Odyssee eines jungen Wiener Juden quer durch das vom Krieg
erschütterte Europa, die Flucht vor der "Endlösung" der Nazis. Leo
Bretholz überlebte den Holocaust: Er entkam den Nazis (und anderen) nicht
nur einmal, sondern insgesamt sieben Mal während dieser Zeit. Er sprang
von Zügen, entkam der Gestapo und der Polizei in mehreren Ländern Europas,
versteckte sich auf Dachböden und in Kellern - immer auf der Suche nach
einem Ort, der ihm wenigstens kurze Zeit Sicherheit vor dem Grauen bieten
würde. In einem Regensturm schwamm er über die aus den Ufern getretene Sauer an
der deutsch-belgischen Grenze. Er bestieg die Alpen mit wunden, erfrorenen
Füßen, nur um an der Schweizer Grenze zurückgewiesen zu werden. Er kroch
unter dem Stacheldraht eines französischen Anhaltelagers in eine ungewisse
Freiheit, und versteckte sich in einem Dorf in den Pyrenäen, während die
Gendarmen ihn überall suchten. Und in den frühen, dunklen Morgenstunden
eines kalten Novembertages wagte er den Sprung von einem fahrenden
Frachtzug, der für Auschwitz bestimmt war, in eine bedrohliche Dunkelheit.
"Flucht in die Dunkelheit" ist die zutiefst berührende Erinnerung eines
jüdischen Wiener Buben an sein Überleben, das teilweise tragische
Schicksal seiner Familie und die Nostalgie über eine Welt, die er
zurücklassen musste. Erschien bereits in holländischer und französischer
Übersetzung.
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WIDERSPRECHEN 1938 - 2008
Texte von Autoren der Zeit um 1938, deren Bücher später von den Nazi-Machthabern als "entartete
Kunst" oder "undeutscher Geist" verboten und/oder verbrannt wurden.
- Texte der Nachkriegszeit, die sich gegen das "Vergessen" der NS-Vergangenheit und gegen das Ver-
drängen des immer gegenwärtigen, bedenklichen Nationalismus und Alltagsfaschismus richten,
- Texte von Autoren der Gegenwart, die sich mit den gerade heute wieder stärker werdenden Tendenzen
zu Intoleranz und Diskriminierung auseinandersetzen.
- Texte u. a. von Karl Kraus, Ödön von Horvath, Franz Werfel, Robert Neumann, Richard Beer-Hofmann,
Fritz Grünbaum, Peter Hammerschlag, Egon Friedell, Stefan Zweig, George Tabori, Helmut Qualtinger,
Ernst Jandl, H. C. Artmann, Ingeborg Bachmann, Erich Fried, Antonia Bruha, Ceja Stojka, Peter Turrini,
Felix Mitterer, Erich Hackl, Gerhard Bronner, Bernhard C. Bünker, Thomas Bernhard, Doron Rabinovici,
Dorothea Zeemann, Helmut Zenker…
Lesung mit Musik
Ausführende, Lesung
Barbara Wolflingseder
Andre Blau
Musik
Flo Stanek
(Chansonkabarett von Berg bis Bronner)
Veranstaltungsorte:
| 26. März 19 Uhr |
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Bezirksmuseum Mariahilf 1060 Mollardgasse 8 |
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| 15. April 19 Uhr |
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Café G‘schamster Diener 1060 Stumpergasse 19 |
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| 8. Mai 19 Uhr |
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Café Kafka 1060 Capistrangasse 8 |
Eintritt frei
Infos: 01-985 7 685
Andre Blau, Barbara Wolflingseder
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teatro caprile: INGMAR VILLQIST: „Helvers Nacht“
19. und 20. Mai 2008, 20 Uhr THEATER BRETT, 1060, Münzwardeingasse 2
Ein Mann und eine Frau in den Fängen eines tödlichen Regimes.
Österreichische Erstaufführung – Wiederaufnahme
THEATER BRETT
19. und 20. Mai 2008 – 20 Uhr
INSZENIERUNG & RAUM: Andreas Kosek
SCHAUSPIEL: Karla – Katharina Grabher,
Helver – Manfred Stadlmann
DAUER: 85 Minuten (keine Pause)
KARTEN: EUR 16,-/ 12,- / 10,-
Das Stück "Helvers Nacht" des jungen polnischen
Autors Ingmar Villqist zeigt in packender
psychologischer Verdichtung, die bewusst an Ingmar
Bergman erinnert, die letzten Stunden des geistig
zurückgebliebenen Helver (verblüffend echt
gespielt von Manfred Stadlmann).
Gerade noch ließen ihn seine fragwürdigen
Freunde bei der Zerstörung eines jüdischen
Geschäftes mitmachen, doch plötzlich
gehört auch er, der „Idiot“, zum
Freiwild der fanatisierten Menge. Die Küche, in der
Helver mit seiner Ziehmutter Karla lebt, hört auf
Asyl zu sein. Stiefelabsätze donnern im
Gleichschritt über das Pflaster, das Klirren
berstender Scheiben erfüllt die Luft. Die
Gesellschaft soll von unnützen Essern erlöst
werden. Karla muss handeln...
„Erinnern für die Zukunft“
Mit dem Einmarsch der NS-Truppen in Österreich im
März 1938 begann der Terror gegen alle Menschen,
die von der Norm des gesunden Ariers abwichen. -
„Erinnern für die Zukunft“ bedeutet
folglich, Festschreibungen von „normal“ und
„gesund“, „vollwertig“ oder gar
„lebens(un)wert“ abzulehnen und Menschen mit
„anderen“ oder „besonderen“
Bedürfnissen in ihrer Eigenart zu akzeptieren und
zu fördern.
www.teatro.caprile.at.tf
Wir danken unseren Förderern:
BEZIRKSVERTRETUNGEN MARIAHILF und NEUBAU, BMUKK und LAND VORARLBERG.
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Pallawatsch -- jiddische Lieder & Klezmermusik
Mittwoch, 21. Mai 2008, 19.30 Interkulttheater, 1060, Fillgradergasse 16
Pallawatsch bringt unbekannteres Vokales rund ums Thema
Einsamkeit & Zweisamkeit - Lieder von narrischen
Jünglingen, schwarzen Augen, der Suche nach Margeriten
und dem einsamen, sehnsüchtigen Meer. Nicht zu vergessen
Mütter, die auf dem Markt alles andere als Gemüse
besorgen und Burschen, die schwören "es wird schon nix
geschehn..." Aber da im Dunkeln auf jeden Fall alles
anders ist (vor allem die Männer...), nützt ab und an
auch ein "glesele yash": Also: "meissjes fun an mejdl
und dem bokher" -- Jiddisches zwischen Liebe, Festen und
Lebensweisheiten. Verziert wird das ganze noch mit
ausgewählten Instrumentalstücken der Klezmermusik!
mit Miriam Papst (Gesang), Günther Schöller (Akkordeon),
Eva Pankratz (Kontrabass, Gitarre), Martin Mixan
(Klarinette, Mandoline, Kontrabass)
Weitere Informationen sind auf der Homepage zu finden:
www.pallawatsch.net bzw.
myspace.com/pallawatschklez
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Im Rahmen der Bezirksfestwochen empfiehlt "erinnern für die zukunft":
FARKASkaden auf der GRÜNBAUM-Insel
Montag, 2. Juni 2008, 19.30 Festsaal der Bezirksvorstehung, 1060, Amerlingstr.11
Lieder, Gedichte und Soli aus der goldenen Zeit des Wiener Kabaretts
mit Robert Kolar (Schauspiel und Gesang)
und Roland Sulzer (Akkordeon und Gesang)
Fritz Grünbaum (1880 in Brünn geboren, 1941 im KZ Dachau gestorben) und
Karl Farkas waren nicht nur die Erfinder der legendären
Doppelconférence, sondern schrieben auch unzählige Liedertexte, sowie
viele Soloconférencen und Texte, die bis heute nichts von ihrem Witz und
ihrer Schärfe eingebüßt haben.
Der Schauspieler und Kabarettist Robert Kolar und der Akkordeonist
Roland Sulzer entführen an diesem Abend das p.t. Publikum in die Welt
des alten Simpl und servieren mit einem Augenzwinkern Humoristisches aus
dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.
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Im Rahmen der Bezirksfestwochen empfiehlt "erinnern für die zukunft":
Witz und Spott im Dritten Reich
Donnerstag, 5. Juni 2008, 19.30 Festsaal der Bezirksvorstehung, 1060, Amerlingstr.11
Von Ottwald John und Franz Richard Reiter dramatisiert, vorgetragen und
gesungen. Begleitung: Mosa Sisic, Violine.
Das Programm basiert auf dem Buch "Flüsterwitze und Spottgedichte unterm
Hakenkreuz" von Franz Danimann. Der Eintritt ist frei.
Der Abend dokumentiert den in Humor umgesetzten Widerstand breiter
Schichten der Bevölkerung gegen das NS-Regime. Trotz größter Gefährdung
wurden Witze gemacht und weiter erzählt, der Witz war die Waffe des
Widerstandes gegen die Unterdrückung. Generell ergeben sich aus dem
Programm Überlegungen zur Bedeutung von Zivilcourage gegen alle
totalitären Tendenzen und für die Demokratie.
Der Autor des Buches, Hofrat Dr. Franz Danimann, war wegen
Widerstandstätigkeit insgesamt sechs Jahre - davon drei im KZ Auschwitz-
inhaftiert.
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Das jüdische Theater Austria präsentiert:
der Garten im Schrank - ein Volksstück von Warren Rosenzweig
Uraufführung Donnerstag, 21. August 20:30 Platz vor der Mariahilferkirche
"der Garten im Schrank" thematisiert den Umgang einer
österreichischen Familie mit den dunkelsten Geheimnissen
ihrer Vergangenheit. In einer ungewöhnlichen
künstlerischen Form wird die Frage der "Vererbung des
Bösen" aufgegriffen: ob und wie die Neigung zur Untat
von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird. Es
handelt sich aber auch um die Auseinandersetzung mit
sozio-kulturell definierten Werten wie Verantwortung und
Gerechtigkeit innerhalb einer geschlossenen,
schuldbelasteten Gesellschaft.
"Wir haben keinen Grund, so zu tun, als wäre es ein Geheimnis.
Es gibt ja auch kein Geheimnis.
Kein Grund, diese Dinge öffentlich zu besprechen, aber Geheimnis ist es keines."
Eine Familie als Allegorie der Gesellschaft. Das Stück
vereint seine sozialpolitische Ebene mit einem
psychologisch präzise angelegten Unterbau, den
Geschehnissen rund um einen rätselhaften Fremden. Die
xenophobischen Urängste und Abwehrmechanismen innerhalb
einer Familie, die tief in die eigene Vergangenheit
verstrickt ist und mit allen Mitteln versucht, ihr
wohlgehütetes Geheimnis zu wahren, werden beleuchtet.
Immer tiefer dringt der Gast in die Welt der Familie ein
und bedroht damit den scheinbaren Frieden.
Weder der Ort der Handlung noch der geografische
Hintergrund oder der genaue Zeitraum, in dem es spielt,
wird im Stück erwähnt. Bezeichnungen wie "jüdisch" oder
"christlich" bzw. "Jude" oder "Christ" kommen ebenfalls
in den Dialogen nicht vor. Trotzdem bleibt die uralte
judeo-christliche Ethik der Verantwortung des Menschen
einem Fremden gegenüber als Paradigma des dramatischen
Stoffes deutlich.
Das Stück behandelt Themen wie Verdrängung, Ausnutzung
von Familienangehörigen und Angst vor Fremden auf
kreative und innovative Weise und erfährt in den
Ereignissen der letzten Jahre bzw. Monate in Österreich
eine beklemmende Aktualität.
Im Stück wird die Frage nach der individuellen sowie der
kollektiven Erinnerung angesprochen. In diesem Sinne
stellt die Produktion auch einen wichtigen Beitrag dar
für die Veranstaltungsserie "Erinnern für die Zukunft"
des Bezirkes Mariahilf zum Gedenkjahr 2008, in dessen
Rahmen seine Premiere über die Bühne gehen wird.
"der Garten im Schrank" in Mariahilf
Regie: Warren Rosenzweig
Besetzung: Rita Hatzmann, Mimi Kilinger, Erwin Leder, Warren Rosenzweig
Musik: Abi Sina
Bühne & Licht: Bert Schifferdecker
Kostüm: Barbara Langbein
Ton: Richard Bruzek
Die Verdränger haben vor niemandem so große Angst wie
vor denjenigen, die kommen und versuchen, diese
Verdrängung aufzuheben. Darum sind die Mahner, die
Aufdecker, die Wahrheitssucher, die Propheten in diesem
Lande nicht erwünscht.
Erwin Ringel
Die Aufführungen stehen unter dem Ehrenschutz von Kardinal Christoph
Schönborn und Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg.
Mit großzügiger Unterstützung von Otto-Mauer-Fonds, WKO Wien, AKG,
Frey-Wille, u.a.
Aufführungen:
21., 23., 26. August
1., 4., 6., 11., 13., 18., 20. September
jeweils 20.30 Uhr
Platz vor der Mariahilferkirche, 1060 Wien
7. September 2008, 16 & 18 Uhr
Dr. Ignaz-Seipel-Platz 1, 1010 Wien
Alle Aufführungen gleichzeitig in Deutsch und Englisch
Weitere Informationen:
Jüdisches Theater Austria
Tel. 01 / 319 42 19 oder 01 / 319 96 19
Email:
www.jta.at
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Erinnern für die Zukunft" präsentiert
Religiöse Verfolgung unter dem NS-Regime
Zeltausstellung mit Videopräsentation: "Vergeben JA --- Vergessen NEIN"
Freitag, 3. Oktober bis Sonntag, 5. Oktober 2008, 9.00 bis 19.00 Platz vor dem Haus Mariahilfer Straße 123 -- Höhe Millergasse
Die Ausstellung erzählt die Geschichte gewöhnlicher Menschen, die etwas
Außergewöhnliches vollbrachten. Obwohl sie keine Helden oder Märtyrer
sein wollten, stellten sie sich als eine Minderheit einem mächtigen,
gewalttätigen Terrorregime entgegen. Besonders im Gedenken an die Opfer
des 6. Bezirks veranstaltet die staatlich eingetragene religiöse
Bekenntnisgemeinschaft JEHOVAS ZEUGEN diese Ausstellung.
Die bewegte und leidvolle Geschichte der Bibelforscher, wie Jehovas
Zeugen damals genannt wurden, ihre beispielhafte Zivilcourage, als
Religionsgemeinschaft geschlossen einem totalitären Regime zu
widerstehen, werden anhand von Fotos und Abschiedsbriefen auf
Schautafeln sowie durch anwesende Zeitzeugen und Videodokumentationen in
einem Zelt präsentiert.
Anliegen dieser Dokumentation ist es, auf die Mechanismen und Vorgänge
hinzuweisen, die zu diesem Machtmissbrauch gegen friedliebende,
religiöse Menschen geführt haben. Gleichzeitig soll sie zu Toleranz und
Menschlichkeit auffordern und das Gewissen jedes Einzelnen
sensibilisieren. Die in dieser Ausstellung angeführten Schicksale sollen
zeigen, dass es möglich ist, Gruppenzwang und Vereinnahmung zu entgehen
und dass nicht Bildung, Herkunft oder soziale Stellung darüber
entscheiden, ob man sich einem Unrechtsregime entgegenstellt.
Die Schautafeln zeigen die geschichtlichen Hintergründe sowie
Lebensberichte und Schicksale von Bibelforschern aus dem 6. Bezirk.
Im Ausstellungszelt werden verschiedene Videos präsentiert, u.a.:
"Standhaft trotz Verfolgung, Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime"
"Nein statt Ja und Amen, Leopold Engleitner: 100 Jahre ungebrochener Wille"
Kurzreferate ergänzen das Programm
Gesamtleitung: Richard Dürnberger
Weitere Informationen:
Geschichtsarchiv -- Jehovas Zeugen
Tel. 01 / 804 53 45 / 39
www.jehovas-zeugen.at
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Gadsche - Roma
Sonntag, 5. Oktober 2008, 18.00 Semper Depot - Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste, 1060, Lehárgasse 6
Ein Konzert mit Jugendlichen des Gymnasiums Rahlgasse, und MusikerInnen/SängerInnen der Volksgruppe der Roma und Sinti sowie anderen.
Künstlerische Leitung: Jella Jost (AT) Ida Kelarova & Desiderio Duzda (CZ)
Gesamtleitung/Idee/Regie: Jella Jost
www.jella.at
http://www.kelarova.com/en/
"Die Grundlagen meiner Arbeit sind respektvoller Umgang
miteinander und sich frei machen von Klischees
Minderheiten gegenüber, beziehungsweise weg von dem
Begriff Minderheit, zu dem Recht des Menschen auf
Menschlichkeit." (Jella Jost)
KünstlerInnen: Ida Kelarova(CZ) Desiderius Duzda(CZ)
Jella Jost(AT) Sandra Selimovic(Serbien), Himan Nath
(Indien), Ceja Stojka (AT), SchülerInnen der AHS
Rahlgasse, Jugendliche & KünstlerInnen der
Volksgruppe der Roma und Sinti u.v.a.
Solostimmen: Ida Kelarova /Jella Jost
Gitarre: Desiderius Duzda
Chor: Jugendliche der Volksgruppe der Roma + Jugendliche der AHS Rahlgasse sowie andere Kinder aus div. Chören
www.wieschoendieweltist.com
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Der Verein der Freunde des Haus des Meeres lädt ein:
"Farkaskaden auf der Grünbauminsel", Kabarett mit Robert Kolar und Roland Sulzer
Donnerstag, 9. Oktober um 19.00 Uhr, Haus des Meeres, 1060 Wien, Fritz Grünbaum-Platz 1
Der Schauspieler und Kabarettist Robert Kolar und der
Akkordeonist Roland Sulzer entführen an diesem
Abend das p.t. Publikum in die Welt des alten Simpl,
servieren mit einem Augenzwinkern Humoristisches der
1910 bis 1930er-Jahre und erinnern im Haus des Meeres am
Fritz Grünbaum-Platz an Fritz Grünbaum.
In Zusammenarbeit mit dem Wiener Volksbildungswerk.
Wir bitten Sie um telefonische Anmeldung - 0664-12 17 427 (Evelyn Kolar)
Eintritt frei, Spenden für "Erinnern für die Zukunft" erbeten.
http://www.haus-des-meeres.at
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Programmhinweis: Veranstaltung der Exilbibliothek
Buchpräsentation und Lesung
Walter Abish: 99 Arten das Ich und die welt zu erfinden
Donnerstag, 9. Oktober, 19 Uhr, phil, 1060 Gumpendorfer Str. 10-12
Der 1931 in Wien geborene und 1940 über Shanghai und
Israel in die USA emigrierte Walter Abish hat, so Paul
West, in seinem Leben mehr Preise gewonnen als Bücher
geschrieben. Mit seinen Romanen, Prosaanthologien und
der Autobiographie "Double Vision" hat sich der seit
1957 in New York lebende Autor in den letzten dreißig
Jahren als eine einflußreiche, charismatische Figur
innerhalb der amerikanischen Gegenwartsliteratur
etabliert.
Sein in über zehn Sprachen übersetztes Werk fand
besonders im deutschsprachigen Raum starke Resonanz. Das
ist sowohl dem Roman "How German Is It - Wie Deutsch
Ist Es" (1980) als auch den vielfältigen Affinitäten des
aus Österreich Vertriebenen zur deutschen Sprache und
Literatur geschuldet.
"99 Arten das Ich und die Welt zu erfinden" (Weidle
Verlag) ist der erste Materialienband zu Walter Abish.
Es versucht, der Vielschichtigkeit dieses Oeuvres durch
Stimmen- und Perspektivenvielfalt gerecht zu werden, und
enthält neben Kritiken und Analysen zu einzelnen Werken
eine komplette Bibliographie.
Einführung durch den Herausgeber Robert Leucht (Universität Zürich)
Aus den Texten von Walter Abish liest Burgschauspieler Markus Hering
In Zusammenarbeit mit dem Weidle Verlag www. weidle-verlag.de
http://www.phil.info/
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"Erinnern für die Zukunft" präsentiert aus Anlass des Gedenkens an das Novemberpogrom 1938:
Jüdische Märchen österreichischer AutorInnen. Lesungen für Groß & Klein von Rahel Rosa Neubauer.
Mit variierenden Texten von Irma Singer, Ilse Weber und Siegfried Abeles
Kurzbiographie:
Rahel Rosa Neubauer, Mag. phil.:
Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und
Orientalistik, Vorstandsmitglied der Österreichischen
Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung,
Dissertationsprojekt "Die jüdischen Märchen der Prager
Autorin Irma Singer", Forschungsprojekte "Kinderbücher
österreichischer AutorInnen jüdischer Herkunft aus der
Zwischenkriegszeit" und "Die Frauen des jüdischen Prager
Kreises", regelmäßige Vortragstätigkeit am Wiener
Institut für Wissenschaft und Kunst über
deutsch-jüdische Autorinnen, Lehrende an der Universität
Wien zu deutsch-jüdischer Literatur.
Dienstag, 14.10.2008, 19 Uhr
Jüdische Märchen
Jüdische Volksmärchen wurden bislang in der Forschung
noch überhaupt nicht behandelt. Im Rahmen einer
generellen "Märchendebatte", die um 1900 öffentlich
geführt wurde, hieß es gar, dass jüdische Märchen
überhaupt nicht existieren. Sammlungen sogenannter
"jüdischer Märchen" wie beispielsweise die der
Fischer-Reihe "Die Welt der Märchen" oder "Märchen aus
Israel" der Reihe "Die Märchen der Weltliteratur"
liefern keinerlei Volks- oder Zaubermärchen im
Grimm'schen Sinne, sondern hauptsächlich biblische und
talmudische Legenden. In dieser Lesung sollen nun
jüdische Zaubermärchen präsentiert werden, außerdem
jüdische Kunstmärchen des 20. Jahrhunderts, deren erste
VerfasserInnen wie Irma Singer (Prag), Ilse Weber
(Mährisch-Ostrau) oder Siegfried Abeles (Wien)
interessanterweise vornehmlich aus (Alt-)Österreich
stammten.
Donnerstag, 16.10.2008, 15 Uhr
Jüdische Kindermärchen (für Kinder von 8-12)
Was sind jüdische Märchen?
Kommen in jüdischen Märchen Zauberer vor, Hexen und Drachen?
Könige und Prinzessinnen?
All das wollen wir an diesem Nachmittag gemeinsam herausfinden!
Dienstag, 21.10.2008, 19 Uhr
Jüdische Erzählungen der Theresienstädter Dichterin Ilse Weber
Ilse Weber aus Mährisch-Ostrau (1903-1944) ist heute
hauptsächlich aufgrund ihrer Gedichte bekannt, die im
Ghetto bzw. KZ Theresienstadt entstanden, von ihrem Mann
Willi Weber sowie der israelischen Lyrikerin Berta
Kraus-Rosen nach 1945 von Überlebenden des Holocaust
gesammelt wurden und nach vielen
Veröffentlichungsverboten endlich 1991 posthum
erscheinen konnten.
Von größtem Interesse ist aber, dass Ilse Weber (teils
unter ihrem Mädchennamen Ilse Herlinger) bereits in den
20er Jahren Erzählungen für Kinder und jüdische Märchen
veröffentlichte. Sie erhielten zu ihrer Zeit begeisterte
Rezensionen und sollen im Rahmen dieser Lesung
präsentiert werden.
Donnerstag, 23.10.2008, 15 Uhr
Über Tretroller und Zaubermünzen (für Kinder von 8-12)
Was würdest du am liebsten tun, wenn du eine Zaubermünze hättest, die dich unsichtbar macht?
Die jüdische Kinderbuchautorin Ilse Weber erzählt, was Mendel mit seiner Zaubermünze alles erlebt hat...
Dienstag, 28.10.2008, 19 Uhr
Die jüdische Autorin Irma Singer aus Prag (1898-1998)
Franz Kafka als Autor des "Prager Kreises" ist in aller
Munde - Max Brod, Johannes Urzidil oder F.C. Weiskopf
sind als Verfasser böhmischer Erzählungen zumindest dem
Namen nach bekannt. Irma Singer hingegen, die aus eben
diesem Prager deutschsprachigen jüdischen Umfeld stammte
und eine Zeitlang gemeinsam mit Kafka Hebräisch lernte,
ist mit ihrem Werk bis heute vollkommen unbekannt
geblieben. Dabei veröffentlichte sie beispielsweise zwei
Jahre nach Erscheinen des Golem-Romans von Gustav
Meyrink das erste Golem-Märchen. Im Rahmen dieser Lesung
werden neben dem Golem-Märchen Auszüge aus weiteren
jüdischen Märchen und einem Prager und Jerusalemer
Großstadtroman ganz besonderer Art sowie Gedichte der
Autorin aus Erez Israel mit Erinnerungen an ihre
böhmische Heimat zu hören sein.
Anschl. Buffet.
Donnerstag, 29.10.2008, 9 Uhr
Jüdische Kinderbücher (für Kinder von 8-12)
Was bedeutet denn überhaupt "jüdisch"?
Und wovon wird in jüdischen Kinderbüchern erzählt?
Das wollen wir an diesem Nachmittag zusammen
herausfinden und werden viele Geschichten aus
Märchenbüchern und Abenteuerromanen hören!
Städtische Bücherei Mariahilf
Gumpendorfer Str. 59-61, 1060 Wien
Tel.: +43 1 5872830
http://www.buechereien.wien.at
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"Dialekt Jubel" anlässlich 20 Jahre ÖDA
Freitag 17. Oktober 2008, 20.00 Uhr, Andino, 1060 Wien; Münzwardeingasse 2
Eintritt: € 10,--
Beim Stromwirt - Lieder nach Texten von Theodor Kramer
vertont von Georg Siegl
unter Mitwirkung von Doris Windhager und Abdula Ibn Quadr
Die Veröffentlichung des Tonträgers "Beim Stromwirt -- Lieder nach Texten
von Theodor Kramer" erfolgt im Herbst 2008 zum Anlass des 50. Todestages
des österreichischen Lyrikers Theodor Kramer.
Theodor Kramer wurde am 1. Januar 1897 als Sohn des jüdischen Dorfarztes
in Niederhollabrunn geboren. Er absolvierte die Mittelschule in Wien,
wurde im Ersten Weltkrieg schwer verwundet und diente bis Kriegsende als
Offizier in der österreichischen Armee. Ein anschließendes Studium der
Germanistik und Staatswissenschaften brach er ab und arbeitete in der
Folge zunächst als Beamter, Buchhändler und Vertreter für Bücher. Ab 1931
lebte er als freier Schriftsteller. Er schrieb ausschließlich Lyrik,
errang große Erfolge und wurde im ganzen deutschen Sprachraum bekannt.Nach
dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich wurde Kramer als Jude und
Sozialdemokrat ein Arbeits- und Berufsverbot auferlegt. 1939 gelang es
unter großen Schwierigkeiten zunächst seiner Frau und dann ihm selbst nach
London zu emigrieren. Nach seiner Internierung als "feindlicher Ausländer"
von Mai 1940 bis Januar 1941 fand er 1943 in Guildford eine Anstellung als
College-Bibliothekar, die er bis 1957 ausübte. Er war Vorstandsmitglied
des Österreichischen Exil-P.E.N.-Club. Die Zeitspanne des Exils war jedoch
nicht zuletzt von schweren persönlichen Krisen gekennzeichnet. Erst im
September 1957 kehrte er nach Wien zurück und starb sechs Monate später.
Es war in den frühen Achtzigern. Die Gruppe "Zupfgeigenhansel" hatte ein
Gedicht Theodor Kramers vertont und damals natürlich noch auf Schallplatte
herausgebracht: "Andre, die das Land so sehr nicht liebten". Bis heute hat
niemand diesen Text Kramers ergreifender interpretiert; einen Text über
das Exil in England, in das der Sozialist und Jude Theodor Kramer 1939
getrieben wurde.
Das Land, das er besang, war Österreich. Das Österreich des ersten
Drittels des 20ten Jahrhunderts. Das östliche Österreich, das Weinviertel,
in dem er geboren war, Wien in dem der lebte, und das weitere Umland der
Stadt, in das seine Wanderungen und Reisen führten.
Er schrieb über die Traumatisierung einer Generation im Ersten Weltkrieg,
über die Arbeiter und Arbeitslosen, die Ausgesteuerten, über das Land und
seine Menschen, über die Liebe und das Leiden, über die Leidenschaft und
über die Sehnsucht danach. Über Wurzeln und Entwurzelung. Er schrieb über
das Leben, er beschrieb das Leben in über zwölftausend Gedichten.
Erst im Jahre 1957 entsann man sich des Dichters und lud ihn nach Wien
ein. In einem vom Unterrichtsministerium bezahlten Pensionszimmer
verbrachte Theodor Kramer seine letzten Lebensmonate. Am 3. April 1958
verstarb er an einem Schlaganfall. Die Stadt Wien verlieh ihm posthum den
Literaturpreis der Stadt. Gibt es ein "wienerischeres" Schicksal?
Lyrik spielt der Worte Melodie
Der Dichter ist Sänger, in erster Linie Sänger
und der Gesang ist die Stimme der Seele.
Kramer besang das Land, sein Land. Nicht im Sinne eines Staats- oder
anderen Verwaltungsgebietes sondern in seinen Hügeln, Tälern, Wegen,
Straßen, Bäumen, Sträuchern. Er schrieb über Menschen. Dort wo sie fühlen.
Nicht dort, wo die literarische Kopfgeburt über das Gefühl herrscht,
sondern dort wo Fleisch, Blut und Knochen sind, wo es körpersaftet, seelt
und herzt. Man kann in seinen Texten das brackige Wasser der Donau
riechen; die Sandbänke, auf denen man sitzen kann oder gesessen ist mit
seiner Liebsten, der abgebröckelte Verputz, unter dem die blanken Ziegel
hervorschauen, Backsteinbauten, Hinterhoffabriken, Kastanienbäume, heiße
Augustabende die den nahenden Herbst erahnen lassen und leuchtend goldener
Wein. Das sind die Farben seiner Sprache.
Und ich sehe einen rundlichen Menschen mit einer runden Hornbrille, und
keiner, nicht vor und nicht nach ihm hat für das Intimste und Sexuellste
Worte gefunden die ihm gerecht werden. Keiner hat für mich so wie er
klare, deutliche aber niemals vulgäre, brutale Worte gefunden. Die
deutsche Sprache hat es nicht mit der Liebe, schon gar nicht mit der
körperlichen. Kramers Seele hat die zärtlichsten Worte für das Archaische
gefunden. Theodor Kramers Liebesgedichte gehören mit zum Tiefgehendsten,
das in unserer Sprache je veröffentlicht wurde. Deshalb sind sie auf
dieser CD sehr dominant vertreten. Und erstmals ist Theodor Kramer dort
vertont worden, wo her ist, wo er hin gehört und wohin er viel zu spät
zurückkehren durfte.
Es ist ein heißer Spätsommerabend, die Reste des Weines funkeln im Glas
und der Herbst streckt seine Fühler aus. Auf ihn wird ein kalter Winter
folgen und auf diesen ein milder Frühling und ein heißer Sommer und ....
G.S. im Juni 2008
http://www.georg-siegl.at/kramer/
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"Erinnern für die Zukunft" präsentiert:
Gedenken an das Novemberpogrom 1938
Donnerstag, 6. November 2008
15 -- 16 Uhr und 17.30 - 18.30 Uhr: Rundgang mit Petra Unger, Kulturvermittlerin:
Die verschwundenen Frauen aus Mariahilf. Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.
19 Uhr : Theater TAG www.dasTAG.at
Gumpendorfer Straße 67, 1060 Wien
Benefizveranstaltung mit Literatur und Musik aus Mariahilf und dem Exil.
Mit Werken von Erich Wolfgang Korngold, Eric Zeisl, Franz Lehar, Hanns Eisler u.a.
Musikalische Zusammenstellung: Barbara Rombach, Kammermusikwerkstatt
Sopran: Elisabeth Rombach, Klavier: Vasilis Tsiatsianis und Streichquartett.
Lesung: Barbara Horvath u.a., Technik: Ensemble TAG
www.dasTAG.at
Spenden für "Erinnern für die Zukunft" erbeten!
Raika, Blz 32.000, Kto. 323 7807
Weitere Information zum Novemberpogrom:
Rekonstruktion der Synagoge Schmalzhofgasse, "Die virtuelle Synagoge"
http://www.archivision.at/closed/synagoge/synagoge.htm
AUS: Tagesrapport GESTAPO WIEN NR. 8 VOM 17.-18. 11. 1938
(DÖW Film 68/2, T 84 R 13, 39 814 )
Nach den bisherigen Feststellungen (am 16. 11. 1939, 18 Uhr) wurden
bei der Judenaktion in Wien 6547 Juden festgenommen. Hiervon wurden
3700 Juden in das K. L. Dachau eingewiesen, 1865 vorläufig
zurückgestellt und 982 entlassen.
Die Großaktion gegen die Juden wurde auf Weisung des Geheimen
Staatspolizeiamtes in Berlin vom 16. November 1938 abgebrochen.
Heute, 17. 11. 1938, morgens, saßen in Wien aus dieser Aktion noch
ca. 2000 Juden ein. Bei diesen 2000 Juden handelt es sich um
diejenigen, die bei der Überprüfung der insgesamt Festgenommenen von
der Überstellung nach Dachau zurückgestellt wurden, weil sie vom
Arzt für krank oder lageruntauglich erklärt worden waren.
(Anmerkung: Allein aus Mariahilf wurden vom 12.-16. November 136
Männer nach Dachau deportiert.)
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PALLAWATSCH
Freitag, 7. November 2008, 19 Uhr
Konzert mit jiddischen Liedern & Tanz
Im Rahmen der Ausstellung: Das Dreieck meiner Kindheit
Herklotzgasse 21, 1150 Wien
Eintritt frei
Anmeldung unter: 01 23 67 612
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Das Jüdische Theater Austria präsentiert
der Garten im Schrank
Samstag, 8. November 2008, 20 Uhr
Sonntag, 9. November 2008, 15 Uhr
ein Volksstück von Warren Rosenzweig
Ausgezeichnet mit dem Interkultur-Preis 2008
Österreichisches Museum für Volkskunde
Laudongasse 19, 1080 Wien
www.volkskundemuseum.at
Eintritt 14,-/ 10,- Euro
Regie: Warren Rosenzweig
Besetzung: Rita Hatzmann, Mimi Kilinger, Erwin Leder, Warren Rosenzweig
Musik: Abi Sina
Bühne & Licht: Bert Schifferdecker
Kostüm: Barbara Langbein
Haar: Fisun Ecevit
Die Verdränger haben vor niemandem so große Angst wie vor denjenigen,
die kommen und versuchen, diese Verdrängung aufzuheben. Darum sind die
Mahner, die Aufdecker, die Wahrheitssucher, die Propheten in diesem
Lande nicht erwünscht.
Erwin Ringel
"der Garten im Schrank" thematisiert den Umgang einer österreichischen
Familie mit den dunkelsten Geheimnissen ihrer Vergangenheit. In einer
ungewöhnlichen künstlerischen Form wird die Frage der "Vererbung des
Bösen" aufgegriffen: ob und wie die Neigung zur Untat von einer
Generation zur nächsten weitergegeben wird. Es handelt sich aber auch um
die Auseinandersetzung mit soziokulturell definierten Werten wie
Verantwortung und Gerechtigkeit innerhalb einer geschlossenen,
schuldbelasteten Gesellschaft.
"Wir haben keinen Grund, so zu tun, als wäre es ein Geheimnis."
"Es gibt ja auch kein Geheimnis."
"Kein Grund, diese Dinge öffentlich zu besprechen, aber Geheimnis ist es
keines."
Eine Familie als Allegorie der Gesellschaft. Das Stück vereint seine
sozialpolitische Ebene mit einem psychologisch präzise angelegten
Unterbau, den Geschehnissen rund um einen rätselhaften Fremden. Die
xenophobischen Urängste und Abwehrmechanismen innerhalb einer Familie,
die tief in die eigene Vergangenheit verstrickt ist und mit allen
Mitteln versucht, ihr wohlgehütetes Geheimnis zu wahren, werden
beleuchtet. Immer tiefer dringt der Gast in die Welt der Familie ein und
bedroht damit den scheinbaren Frieden.
Mehr Info unter: www.jta.at
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Steine der Erinnerung - Wien 3 lädt ein:
Weg des Gedenkens durch das Weißgerberviertel
Sonntag, 9. November 2008, 14:30 Uhr
70 Jahre nach dem Novemberpogrom (sogen. Kristallnacht) werden die ersten vier Stationen eröffnet.
Ehrenschutz und Einweihung: Oberrabbiner Chaim Paul Eisenberg
http://www.kunstplatzl.info
Treffpunkt: DAS DORF
1030 Wien, Obere Viaduktg. 2/1
Begrüßung und Programm:
Bezirksvorsteher-Stellvertreter D.I. Rudolf Zabrana
Mag. Gerhard Burda - Steine der Erinnerung - Wien 3
Nadja Herscovici liest aus dem Tagebuch der Anne Frank
Organisation & Kontakt: Steine der Erinnerung -- Wien 3. Für die Opfer der Shoa
1030 Wien, Dißlergasse 8/5,
www.steinedesgedenkens.at
Obmann:
Konto: IMMO-BANK, "Steine der Erinnerung - Wien 3", Kto.Nr.: 308 05 61 0000 BLZ 47050
Wir danken allen Spendern! Mit künftigen Spenden werden wir
weitere Stationen einrichten.
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kinokis mikrokino #156 präsentiert:
Hilde Zimmermann -- erinnern, zweifeln, handeln
Donnerstag, 13. November 2008, 19.00
Kind des roten Wien, als Jugendliche politische
Aktivistin, als junge Frau im Widerstand gegen den
Nationalsozialismus, mit Mutter, Bruder und GenossInnen
verhaftet und nach Ravensbrück deportiert: Hilde
Zimmermann war ihr Leben lang auf der Suche nach einem
"liebevollen Weg" zum Sozialismus. Das filmische
Portrait, an dem Tina Leisch gerade arbeitet, montiert
Interviews, die Brigitte Halbmayr 1999 für das
"Videoarchiv Ravensbrück" mit Hilde Zimmermann geführt
hat mit Erinnerungen derer, für die sie wichtig war:
Verwandte, FreundInnen und junge Frauen, die Hilde
Zimmermann in den Neunzigern zur Mitarbeit bei der
Lagergemeinschaft Ravensbrück einlud. Es geht um die
Weitergabe der Erinnerung an den Nationalsozialismus an
die nächste Generation und um die Kultur eines
nichtentsolidarisierenden Zweifelns.
Hilde Zimmermann (Arbeitstitel)
A 2008, Regie: Tina Leisch, ca. 65 min, Rohschnittscreening
Gespräch mit
Gabriele Zimmermann (Soziologin)
Harri Zimmermann (Jurist)
Brigitte Halbmayr (Soziologin, Obfrau der Lagergemeinschaft Ravensbrück und Freundinnen)
Ulli Fuchs (Projektkoordinatorin "erinnern für die zukunft", Wien Mariahilf)
Tina Leisch (Film-, Text- und Theaterarbeiterin)
In Kooperation mit "erinnern für die zukunft".
KINOKIS MIKROKINO
Politische Filmabende, 1x monatlich im depot bei freiem Eintritt.
depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien,
http://www.depot.or.at
kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung
http://www.kinoki.at
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Einladung
zur Wiedereröffnung des Bezirksmuseums Mariahilf
Donnerstag, 20. November 2008, 16.00
Nach erfolgter Erneuerung und Umgestaltung der
Ausstellungsräume und zur Eröffnung des Glasmuseums lädt
die Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann zur Eröffnung ein
am Donnerstag, dem 20. November 2008 um 16:00 Uhr im Bezirksmuseum Mariahilf, 1060 Mollardgasse 8 (Mezzanin)
Begrüßung: Dr. Erich Dimitz, Museumsleiter
Geleitworte: Dr. Elfriede-Maria Faber, Präsidentin der ARGE Wiener Bezirksmuseen
Einführung: MagA. Alicia Spengler, Kuratorin für das Glasmuseum
Eröffnung: SR Dr. Bernhard Denscher, Leiter der Mag. Abt. 7, Kultur
Musik: Die Gigerln (Wienerlieder aus dem Gumpendorf, der Lamgruam und dem Ratzenstadl)
Im Anschluss Buffet
Bezirksmuseum Mariahilf
Öffnungszeiten: Donnerstag 10 - 12 Uhr
Sonntag: 11 - 13 Uhr
oder jederzeit nach Vereinbarung
Eintritt kostenlos
Tel., Fax: 586 78 68
Email:
Homepage: http://www.bezirksmuseum.at/mariahilf
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Das "Adolf-Hitler-Haus" - Hirschengasse 25, Wien-Mariahilf
Donnerstag, 20. November 2008, 18:00 Uhr - Eintritt frei!!! VHS Wien West, 1060, Damböckgasse 4
Im Sommer 1931 wurde auf Initiative des
nationalsozialistischen Wiener Gauleiters, Alfred Eduard
Frauenfeld, die Idee geboren, nach Vorbild des in
München eröffneten "Braunen Hauses" auch in Wien ein
entsprechendes Gebäude als neuen zentralen Sitz der
Wiener NSDAP anzukaufen. Im Herbst desselben Jahres
eröffnete die NSDAP mit dem "Adolf-Hitler-Haus" ihre
neue Machtzentrale in der Hirschengasse 25 in
Wien-Mariahilf. In der Folgezeit entwickelte sich das
einst so ruhige Viertel in der Hirschengasse zu einer
der radikalsten Kampfzonen Wiens, in dem nicht nur
weitere NS-Organisationen eingerichtet wurden, sondern
auch zahlreiche radikale NS-Mitglieder und insbesondere
SS-Terroristen ihren Wohnsitz bezogen, die maßgeblich
für den Beginn des NS-Terrors, wie etwa der Anschlag auf
das Kaufhaus Gerngroß im Dezember 1932, verantwortlich
zeichneten Die Eskalation der Gewalt war mit der
Errichtung des "Adolf-Hitler-Hauses" bereits
vorprogrammiert, lag doch der neue Sitz der NSDAP nicht
nur in der "Wiege der Arbeiterbewegung", sondern auch
mitten im Zentrum der jüdischen Gemeinde der Bezirke
Mariahilf und Neubau.
Heute beherbergt das Gebäude ein Jugendgästehaus des
Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, in
dem die SchülerInnen aus den Bundesländern ihre
"Wien-Woche" verbringen.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts am Institut für
Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien
werden nun die Geschichte des "Adolf-Hitler-Hauses", die
politischen Gewalttätigkeiten und die antisemitische
Kriminalität der NSDAP sowie die staatlichen
Reaktionsmaßnahmen Anfang der 1930er-Jahre im
Mikrokosmos eines Wiener Viertels erforscht.
ZeitzeugInnen, Erinnerungen
Das Forschungsprojekt zielt auf eine breite
Dokumentation der Ereignisse und des Viertels um die
Hirschengasse in den 1930er Jahren. In diesem
Zusammenhang suchen wir ZeitzeugInnen für Interviews,
Fotos, Zeitungsausschnitte, Dokumente etc.
Falls Sie uns helfen können, wenden Sie sich bitte an
Dr.in phil. Christiane Rothländer
Universität Wien, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte
Schottenbastei 10-16
A-1010 Wien
Tel: 01/4277-345 72
Mobil: 0699/11541175
E-Mail:
Herzlichen Dank!
Auftaktveranstaltung
Ein breit gefächertes Vermittlungsprogramm begleitet
dieses wichtige Forschungsprojekt, als Projektabschluss
ist u.a. eine Ausstellung im Bezirk angedacht.
Zu Beginn der mehrjährigen Projektarbeit findet ein Abend mit den ProjektbearbeiterInnen statt:
ao. Univ.Prof.in Dr.in iur. Ilse Reiter, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte, Universität Wien
Dr.in phil. Christiane Rothländer, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte, Universität Wien
Mag.a phil. Marie-Noëlle Yazdanpanah, Projektmitarbeiterin
Mag.a phil. Birgit Johler, Verein Geschichte.Recht.Öffentlichkeit. Gesellschaft zur Erforschung und Vermittlung österreichischer Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Univ.-Doz. Dr. phil. Siegfried Mattl, Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft/Cluster Geschichte, Dozent am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien
Im Rahmen der Veranstaltungen werden auch historische Filmdokumente zu den Aktivitäten der NSDAP Anfang der 10930er Jahre gezeigt.
Termin:
VHS Wien West
20.11.2008, 18.30 Uhr
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"Erinnern für die Zukunft" präsentiert:
Vortrag von Gabriele Anderl: " Opfer und Profiteure. Der Mariahilfer Kunst- und Antiquitätenhandel in der NS-Zeit"
Freitag, 21. November 2008, 18 Uhr - Eintritt frei!!! VHS Wien West, 1060, Damböckgasse 4
In Mariahilf gab es 1938 eine Reihe einschlägiger
Betriebe, die nach dem "Anschluss" zum Teil "arisiert"
oder zwangsweise aufgelöst wurden. So "arisierte"
beispielsweise einer der berüchtigten
Schätzmeister der "Verwaltungsstelle für
jüdisches Umzugsgut der Geheimen Staatspolizei"
(VUGESTA), Bernhard Witke, eine
Antiquitätenhandlung im 6. Bezirk und betrieb dort
in der Folge einen schwunghaften Handel mit Kunst- und
Kulturgütern aus Umzugslifts sowie aus Wohnungen
von deportierten Jüdinnen und Juden. Im Rahmen
dieses Vortrags werden diese Vorgänge im Detail
rekonstruiert und einer breiteren Öffentlichkeit
präsentiert.
Gabriele Anderl, Dr. phil., Mitglied der Kommission
für Provenienzforschung und ehemalige Mitarbeiterin
der Österreichischen Historikerkommission,
freiberufliche Autorin, Herausgeberin des Sammelbandes
"NS-Kunstraub in Österreich und die Folgen" (mit
Alexandra Caruso, 2005).
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"Erinnern für die Zukunft" lädt zur offenen Geschichtswerkstatt ein:
Tarnopol, Wien-Mariahilf, Theresienstadt: Zu Leben und Wirken des Rechtsanwaltes Isidor Ingwer.
Freitag, 28. November 2008, 19 Uhr Bezirksmuseum Mariahilf, Mollardg. 8
Vortrag von Ilse Reiter-Zatloukal, Inst. f. Rechts- und Verfassungsgeschichte
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Erinnern für die Zukunft in der Österreichischen Mediathek
30. November bis 2. Dezember 2008
Sonntag, 30. November 2008, 11 Uhr
Begrüßung : HR Dr. Gabriele Zuna-Kratky, Direktorin des Technischen
Museum Wien
HR Dr. Rainer Hubert, Leitung Österreichische Mediathek
Wien, mein Wien
(Alexandra Reill, Wien 2008, 50 min)
Thema des experimentellen Dokumentarfilms ist die Suche nach Spuren und
Prägungen aus der NS-Zeit, die sich auf die erste bis dritte
Folgegeneration übertragen haben. Welche Verdrängungsmythen tragen
Angehörige einer österreichischen "Mehrheitsgesellschaft" in ihrem
alltäglichen Denken, Handeln, in ihren Erinnerungen? Welche Erzählungen
von Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern wurden (und werden) kollektiv
überliefert?
http://www.kanonmedia.com/portfolio/films/wmw.html
Anschließend Diskussion. Moderation: Ulli Fuchs
Montag, 1. Dezember 2008, 18 Uhr
Hineinhören in das Jahr 1938
Kommentierte Vorführung von historischen Tondokumenten aus dem
audiovisuellen Archiv des Technischen Museums Wien durch HR Dr. Rainer
Hubert und Dr. Gabriele Fröschl.
Jede Zeit hat ihre charakteristischen Töne - gängige Schlager, Parolen,
die Stimmungen aus politischen Veranstaltungen, der Klang bestimmter
Personen, Werbung und typischen Radioklang. Besonders eindrucksvoll sind
die Originalaufnahmen aus dem für Österreich furchtbaren Jahr 1938. An
Hand besonderer Tonaufnahmen im Archiv der Mediathek wollen wir das
Klangbild der Zeit erstehen lassen: von Jazzmelodien bis zu
nationalistischer Marschmusik, von Aufnahmen auf Schellack und aus dem
Radio zu Privataufnahmen, von letzten politischen Aussagen
österreichischer Politiker bis zum Nazi-Jubel um den "Anschluss". Dabei
wird auch an Hand von teilweise noch nie vorgeführten Tonaufnahmen
versucht werden, den Weg von der ideologischen Phrase
nationalsozialistischer Politiker zu ganz konkreten katastrophalen
Folgen für viele der Mitbürgerinnen und Mitbürger von damals zu zeigen:
die Spurensuche wird uns dabei mitten nach Mariahilf führen...
http://www.akustische-chronik.at/
Dienstag, 2. Dezember 2008, 18 Uhr:
Hörstationen: Kindheit und Jugend in Mariahilf
Stefanie van Felten präsentiert ZeitzeugInneninterviews.
Die Hörstationen "Kindheit und Jugend in Mariahilf" spannen sich über
einen zeitlichen Rahmen, der von den 20er Jahren bis in die
Nachkriegszeit reicht. Sie sollen im Gesamten ein Bild der Zeit in ihrer
Heterogenität darstellen. Die einzelnen Aussagen für sich zeigen
Ausschnitte aus dem Leben, Situationen und Ereignisse,/ /wie z.B.
Kinderspiele im Park, Straßenkämpfe zwischen politischen Lagern,
Judenverfolgung durch die Nazis oder Beschreibungen eines Grätzels.
Mit anschließender Gesprächsrunde.
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